Diskussion vor Sitzung des Kulturausschusses

CDU kritisiert Dzewas: "Kulturhaus-Leitung muss Chefsache sein"  

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Die künftige Leitung des Kulturhauses steht noch nicht fest.

Lüdenscheid - Kurz vor der Kulturausschusssitzung (Donnerstag um 17 Uhr im Roten Saal des Kulturhauses) meldet sich die CDU noch einmal zu Wort und nimmt Personalchef Dr. Karl Heinz Blasweiler und Bürgermeister Dieter Dzewas in die Pflicht, was die künftige Kulturhaus-Leitung angeht.  

Zunächst begrüße es die CDU, dass sich die SPD-Fraktion mehrheitlich gegen die Stellenteilung der Kulturhausleitung ausgesprochen hat. Damit habe sich die SPD für eine realistische und vernünftige Zukunft des Kulturhauses entschieden, betont Fraktionschef Oliver Fröhling.

Gleichzeitig kritisiert er, dass öffentlich auf Kulturdezernent Thomas Ruschin herumgehackt werde. Es stelle sich vielmehr die Frage, was mit dem Personaldezernenten und dem Bürgermeister sei?

"Bislang in keiner Weise positioniert"

„Dr. Blasweiler ist für das Personal und somit auch für mögliche disziplinarische Maßnahmen und die Organisation verantwortlich. Von ihm kommt jedoch nichts. Auch der Bürgermeister als Chef der Verwaltung hat sich bislang in keiner Weise positioniert. Eine solche Angelegenheit sollte, nein muss Chefsache sein.“

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Ebenso müsse Dr. Blasweiler endlich das weitere Vorgehen personalrechtlich darlegen. Sich woanders zu bewerben sei die eine Sache, aber zwei Jobs gleichzeitig anzunehmen und völlig unabgestimmt und ohne Information des Arbeitgebers eine Stellenteilung ins Gespräch zu bringen, sei völlig inakzeptabel.

Angeblich Thema Abfindung ins Spiel gebracht

„Frau Egeling hat nach meiner Information sogar eine Abfindung angeregt, falls man nicht mehr mit ihr zusammenarbeiten möchte, und zwar nachdem sie bereits in Remscheid unterschrieben hat. Einem solchen Verhalten stehen wir ablehnend gegenüber.“

Die CDU geht zudem auf den Vorschlag von Thomas Ruschin ein, die Diskussion um die Kulturhaus-Leitung auch öffentlich führen zu können. Ruschin hatte dies damit begründet, mehr Transparenz in das Thema zubringen, weil die Zukunft des Kulturhauses viele Menschen interessiere.

"Einnahmeausfall nicht schlüssig erklärt"

Sein im April angekündigter Bericht zum Kulturhaus liege vor und könne aus seiner Sicht auch mit sehr wenigen Unkenntlichmachungen öffentlich diskutiert werden (wir berichteten). 

„Den Bericht der Verwaltung hätten wir gern öffentlich beraten“, erklärt nun auch Oliver Fröhling; „Denn er bestätigt an vielen Stellen die bisher aufgefallenen und diskutierten Defizite: Es gibt keine ausreichenden betriebswirtschaftlichen Unterlagen, dafür aber einen Einnahmeausfall im sechsstelligen Bereich, den es in dieser Größenordnung noch nie gegeben hat und der bis heute nicht schlüssig erklärt werden konnte. 

"Dem Stellenprofil nicht gewachsen"

Darüber hinaus ist ein sehr starker Anstieg bei dem Krankenstand im Kulturhaus zu verzeichnen. Auch das gescheiterte Tanzland-Projekt und die Verzögerung bei der Besetzung der neuen Unterstützungsstelle im Kulturhaus seien erwähnt. Wir kommen zu dem Schluss, dass die Leiterin des Kulturhauses ihren Aufgaben und damit dem vorher bekannten Stellenprofil nicht gewachsen ist.“

Marit Schulte, Pressesprecherin der Stadt, betonte auf LN-Anfrage, dieses Thema werde im nichtöffentlichen Teil beraten, da es um Personalfragen gehe: „Das ist auch in jedem anderen Ausschuss so.“

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