Diskussion über Umgang mit städtischen Bediensteten

"Loyalität ist keine Einbahnstraße"

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Im Kulturhaus wurde über den Umgang mit städtischen Bediensteten diskutiert.

Lüdenscheid - „Da geht es einfach um die menschliche Dimension. Wenn wir hier Fachdienstleiter öffentlich grillen, trägt das nicht zur Attraktivität der Stadt als Arbeitgeber bei.“ Jens Holzrichter (FDP) plädierte am Donnerstagabend in der Sitzung des Kulturausschusses für eine faire Behandlung. Auslöser war eine Debatte, die Fabian Ferber (SPD) angestoßen hatte. Gleichwohl Kulturhausleiterin Rebecca Egeling die Diskussion um ihren möglichen Weggang nach Remscheid auf eigenen Wunsch in den nicht-öffentlichen Teil der Sitzung verlegen ließ, wurde sie immer wieder Gegenstand der Diskussion.

Noch nicht einmal eine Minute dauerte die Entscheidung: Norbert Adam als Kulturausschussvorsitzender stellte  Kulturhausleiterin Rebecca Egeling frei, sich öffentlich oder im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung zu der Diskussion um die avisierte Halbtagsstelle als künstlerische Leitung am Teo-Otto-Theater in Remscheid zu äußern. Egeling wählte den nicht-öffentlichen Teil. Dennoch schlugen die Wellen hoch. Fabian Ferber, Stadtverbandsvorsitzender der SPD, ließ eine Diskussion über den Umgang mit Bediensteten der Stadt und die entsprechende Ausstrahlung auf die Angestellten auf die Tagesordnung setzen: „Von der Verwaltung erwarte ich, dass sie so nicht mit ihren Angestellten umgeht“, sagte er bereits im Vorfeld der Sitzung.

Ferber warf der Verwaltung, insbesondere Kulturdezernent Thomas Ruschin, vor, er sei nicht in der Lage, die von der SPD angeforderte Stellungnahme zur Situation des Kulturhauses abzugeben: „Mir ist sehr wichtig, dass die Beschäftigten der Stadt, wenn sie Fehler machen, damit nicht am nächsten Tag in der Zeitung stehen. Ich erwarte von der Kulturverwaltung, dass, wenn wir Fragen haben, diese zügig beantwortet werden.“

Mögliche Lösungen sollen am 19. Juni vorgestellt werden 

Der Kulturdezernent führte als Beispiel die geplatzte Förderung durch die Bundesstiftung „Tanzland“ an: „Sie haben ein Informationsrecht. Aber Sie können nur Informationen erwarten, die ich auch bekommen habe. Ich erfahre so etwas aus den sozialen Medien. Da ist der Dienstweg vorgeschrieben. Loyalität ist keine Einbahnstraße.“

Vorangegangen war unter anderem ein kurzer Sachstandsbericht von Museumsleiter Dr. Eckard Trox zur geplanten Dauerausstellung: „Wir arbeiten daran bei laufendem Betrieb.“ Mögliche Lösungen sollen am 19. Juni dem politischen Begleitgremium vorgestellt werden im Rahmen eines rund 150 Seiten starken Schriftstücks, das Zug um Zug reduziert und gebündelt wird. Möglicherweise sei bis dahin auch der Vorentwurf der beratenden Berliner Agentur Beier und Wellach schon fertig – samt einer Kostenschätzung. Damit könne man Fördermittel einwerben. Trox: „Wenn es Ergebnisse gibt, gehe ich damit im Sommer auf Tournee und werden in der September-Kulturausschusssitzung berichten.“

Aktualisiert werden soll das Brandschutzkonzept für den Markt der Möglichkeiten in der Stadtbücherei. Rolf Scholten vom Verein der Freunde hatte dafür plädiert, den Markt in Sachen Brandschutzkonzept gesondert zu behandeln, um dort künftig möglicherweise wieder Veranstaltungen stattfinden zu lassen. 

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