111 Dinge (92): Die Siku/Wiking-Modellwelt besuchen

Manche der 111 Dinge, die man in Lüdenscheid getan haben muss, hätte man auch schon vor 111 Jahren tun können - dies nicht: Ein Besuch der Siku-/Wiking-Modellwelt an der Schlittenbacher Straße ist erst seit ihrer Eröffnung im Juni 2012 möglich.

Seither begeisterten die Mini-Mobile schon zahlreiche Besucher, ob jung oder junggeblieben. Dabei kommen einige der ausgestellten Veteranen den 111 Jahren schon recht nahe, die ältesten stehen seit 90 Jahren auf ihren vier Rädern. Die jüngsten geben sich damit indes nicht zufrieden; sie lassen sich funk- und ferngesteuert bewegen, in eigens dafür aufgebauten Landschaften können Besucher einen Baustellenbetrieb simulieren oder Rennen ausfahren. Geschäftsführerin Britta Sieper und ihr Vater und Seniorchef Volker Sieper kamen mit der Einrichtung des Museums in einem Lagergebäude auf dem Siku-Firmengelände einem tausendfach gehegten Wunsch nach.

Siku- und Wiking-Modellwelt, Schlittenbacher Straße 56a, 58511 Lüdenscheid, Tel. 02351/876212, E-Mail: mail@modellwelt-luedenscheid.de. Preise: Erwachsene 5 Euro, Kinder bis 14 Jahre 3 Euro, unter 3 Jahren frei. Familien 14 Euro. Öffnung: Mittwoch bis Freitag 14-18 Uhr, Samstag und Sonntag 11-18 Uhr. Montag und Dienstag geschlossen.

Viele Sammler sehnten sich schon lange nach dieser Pilgerstätte, berichteten die Siepers zur Eröffnung. Und es gab neben all den idealistischen Gründen auch einen praktischen. Denn die vielfach nachgefragten Führungen durch den laufenden Betrieb des “weltgrößten Automobilherstellers” waren immer schwieriger zu organisieren. Neue Automodelle müssen nun mal geheim gehalten werden, und die Lüdenscheider Modellbauer zählen naturgemäß zu den ersten, die sie zu Gesicht bekommen. Während Fotografen in aller Welt noch Jagd auf gut getarnte “Erlkönige” machen, werden die Autos im Mini-Format bei Siku schon formvollendet und detailgetreu gebaut. Und das dürfen Besucher nicht vor der Zeit sehen.

Dank der neuen Modellwelt ist all das kein Problem mehr. Sie präsentiert auf zwei Etagen 3500 neue wie historische Fahrzeuge aus Metall und Kunststoff, dazu einen alten Graveursarbeitsplatz, Unternehmensgeschichte(n) und vieles mehr. Ein Museumsshop ist ebenso vorhanden wie ein kleines Café.

Im Erdgeschoss ist die Entwicklung von Wiking-Modellbau nachgezeichnet - der Marke, die seit 1948 besteht und seit 1984 zur Sieper-Gruppe gehört. Im Obergeschoss dreht sich alles um die Siku-Autos. Ein Höhepunkt der Ausstellung ist die umfangreiche Verkehrsmodellserie, mit der die Siku-Erfolgsgeschichte im Automodellbau einst begann. - Thomas Hagemann

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