111 Dinge (93): Das Gemeindefest von St. Joseph und Medardus mitfeiern

Wenn auf dem Kirchplatz Spanferkel über dem Grill brutzeln, gleich daneben eine Menschenschlange für Pommes Frites ansteht und in deren Rücken ein Blech nach dem anderen mit frischer Pizza aus dem Ofen kommt - dann ist Gemeindefest in St. Joseph und Medardus.

 Das dritte Septemberwochenende hat die Gemeinde für ihr Fest rund um die Kirche am Sauerfeld reserviert, und das schon seit Jahrzehnten. Der Samstagabend gehört dabei traditionell den Partygängern. Nach der Abendmesse in der Kirche öffnen die Stände, an denen die verschiedenen Gemeindegruppen ihre Spezialitäten anbieten.

Die italienische Gemeinde ist für die Pizza zuständig, die Kroaten für das Spanferkel. Bei den Deutschen gibt es die Pommes Frites, und im Gemeindesaal wird dazu noch eine kaltes Büfett aufgebaut. Neben dem Bierwagen gehört auch die Weinstube fest ins Programm.

Zum ersten Mal gefeiert hat die Pfarrgemeinde 1962. Die Neustrukturierung der Pfarreien im Bistum Essen 2006 hat an der Feierlaune nichts geändert - jetzt heißt es eben nicht mehr Pfarrfest sondern Gemeindefest.

Mit Live-Musik im Saal und einem DJ, der den Kirchplatz beschallt, ist der Rahmen für das große “Hallo” perfekt. Denn das Gemeindefest ist im Lauf der Jahre ein richtiges Stadtteilfest geworden, bei dem sich aktuelle und ehemalige Nachbarn und Freunde treffen beziehungsweise wiedersehen.

Der Sonntag wird am Sauerfeld zum Familientag, der gleichzeitig die Vielfalt der Gemeinde widerspiegelt. Für Kinder wird eine Spielwiese aufgebaut. Dazu gibt es an den einzelnen Ständen Gelegenheit zum Stöbern. Auch die Pfadfinder sind dabei.

Trödel- und Bücherflohmarkttische runden das Bild ab - ganz zu schweigen von rund 90 Kuchen und Torten, die Gemeindemitglieder fürs Kuchenbüfett spenden. Rund 130 Helfer aus allen Gruppen der Gemeinde sind an den Festtagen aktiv. Stammgäste kennen die Entwicklung des Festes.

 Im Lauf von fünf Jahrzehnten wurde das Angebot vielfältiger und immer wieder an neue Trends angepasst, die Ausstattung, beispielsweise der Frittenbude, immer professioneller. Manches ist auch weggefallen - wie der Schießstand, den Angehörige der belgischen Garnison früher betrieben.

Aber eins ist immer gleich: am dritten Septemberwochenende treffen sich rund um die Kirche viele Menschen. Jeder kommt mit jedem ins Gespräch. Ein schöner Ausklang für die Open-Air-Saison in Lüdenscheid, kaum ein Fest in Lüdenscheid liegt später im Jahr - Bettina Görlitzer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare