111 Dinge (88): Einige Stunden im Saunadorf am Nattenberg verbringen

Im Saunadorf am Nattenberg zählt nur eines: Entspannung. Nach der obligatorischen Dusche betritt der Besucher eine wunderschöne Saunalandschaft. Diese präsentiert sich auf 12000 Quadratmetern. Dort gibt es urige Saunahäuser aus Kiefernstämmen, die umgeben sind von Wiesen und Bäumen.

Das Wasser einer Fontäne plätschert. Ein Außenpool lädt zum Schwimmen ein, Liegen zum Relaxen. Bevor es jedoch soweit ist, wird erst einmal ordentlich geschwitzt. Die Entscheidung, wo, kann schwerfallen. Dampfbad, klassische Saunen oder Erdsauna?

In den Bio-Saunen ist es still, da wird um Ruhe gebeten, während man in den anderen Saunen ruhig schwatzen darf. So richtig ins Schwitzen kommt man jedoch bei den Aufgüssen. Neben Hitzeschwaden gibt es lockere Sprüche, Showeinlagen und auch mal Musik von Saunameister Carsten. Mit Fahne oder Handtuch wedelt er die gut riechende Hitze durch den Raum.

Die Gäste fühlen sich sichtbar und hörbar wohl. Mancher kühlt sich mit einem Ball aus Eis schon vorher ein wenig ab, bevor sich die Tür wieder öffnet. Dann heißt es: „Her mit dem Salz oder dem Honig!“. Das Ganze wird auf die Haut appliziert. Besonders kontaktfördernd ist es, wenn der eine Besucher dem anderen den Rücken einreibt. Dann geht’s wieder hinein zur Runde Nummer Zwei. Über den heißen Steinen steigt Dampf auf, und es riecht mal wieder gut. Der Saunameister gibt sein Bestes.

An 361 Tagen im Jahr ist das Team des Saunadorfes Nattenberg für seine Gäste da. Lediglich Heiligabend, am 1. Weihnachtstag sowie Silvester und Neujahr ist geschlossen. Sonst gehen täglich ab 14 Uhr die Türen auf, um 23 Uhr schließt das Dorf. Nähere Informationen unter www.saunadorf.de oder Saunadorf Am Nattenberg 2, 58515 Lüdenscheid, Tel. 02351/157499, Telefax 02351/157498, E-Mail: info@saunadorf.de.

Die Gäste ächzen genussvoll. Wenn der Aufguss dann vorbei ist, sagen die einen „schade“, andere „endlich“. Mit dampfenden Körpern geht’s ab unters kalte Wasser. „Die Wärme tut einfach nur gut“, sagt Gast Wilhelm-Karl Dahlhaus. Er kommt einmal in der Woche zum Kurzurlauben. „Das ist so herrlich zum Seele baumeln lassen. So frei von allen Hüllen. Wo kann man das sonst schon?“

Sauna tut einfach nur gut. Dabei ist es egal, ob es Sommer oder Winter ist. Die Sonne genießen, in der Anlage oder dem Ruheraum abschalten, sich mit einem Getränk ins Kaminzimmer zurückziehen oder die erstklassige Gastronomie besuchen - das Saunadorf bietet seinen Gästen binnen weniger Stunden eine breite Wohlfühlpalette an. Montags sind übrigens die Frauen unter sich, an den restlichen Tagen ist es wunderbar gemischt. Mit dem „Gute-Nacht-Aufguss“ endet jeder Tag der Entspannung.

Es ist dunkel, die Lichter werden heruntergedimmt und dann kann für zehn Minuten noch ein letztes Mal ein Aufguss genossen werden. Danach geht’s ab nach Hause, herrlich müde und wohlig entspannt. - Monika-Marie Finke

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