111 Dinge (86): Einen ausgedehnten Rundgang über das Stadtfest unternehmen

Neben all den Feiern, Feten, Partys, Picknicks oder Sausen oder Firmenläufen oder wie sonst die Lüdenscheider ihre oft feuchtfröhlichen Zusammenkünfte zu nennen pflegen - neben all dem steht schlicht das Ereignis ganz oben auf der Liste vieler Menschen in der Kreisstadt: das Lüdenscheider Stadtfest.

Neben all den Feiern, Feten, Partys, Picknicks oder Sausen oder Firmenläufen oder wie sonst die Lüdenscheider ihre oft feuchtfröhlichen Zusammenkünfte zu nennen pflegen - neben all dem steht schlicht das Ereignis ganz oben auf der Liste vieler Menschen in der Kreisstadt: das Lüdenscheider Stadtfest. Massenspektakel, Flaniermöglichkeit, Kollegen-, Ehemaligen-, Kameraden- oder Cliquen-Treff, Fest von Bürgern für Bürger, Nabel- und Leistungsschau für heimische Vereine, kurzum: Hort lokaler Identität und sicht- und fühlbares Zeichen fröhlicher Zusammengehörigkeit.

Seit 1976 richtet der Geschichts- und Heimatverein das Fest mit Unterstützung der Stadt aus. Seither hat sich immer wieder vieles geändert an dem „Getöse“, wie man in Lüdenscheid auch sagt. Innerstädtische Baustellen erzwangen Verkleinerungen und Umzüge, einmal sogar zum Sauerfeld, mitten auf die Hauptverkehrsader, dann wieder zurück ins neugestaltete Rathausumfeld. Aber der Sinn und die Ausprägung sind geblieben und stehen wie Säulen: Ehrenamtlichkeit, kulturelle und kulinarische Vielfalt, Sehen und Gesehenwerden - und „’n lecker Pilsken dabei“.

Der Rundgang beginnt samstags schon vor dem traditionellen Jagdhornsignal und den warmen Worten des Bürgermeisters zur offiziellen Eröffnung - und er endet meist noch nicht, wenn die Verantwortlichen den Vereinen an den rund 100 Ständen den Strom abdrehen und die Zapfhähne sperren. Dann nämlich bekommen die Gastwirte reichlich zu tun und freuen sich über die gute Kondition der Lüdenscheider. Und sonntags glühen wieder die Grills und Öfen. Souflaki, „Würstkes“, Brügger Brutzelfleisch, Sardinen, Pizza, Steaks oder Döner-Kebap - wenn die Stadtfestbesucher ihre erste Runde über den größten Flohmarkt des Sauerlandes in der Fußgängerzone bewältigt haben, stellt der Hunger das kleinste Problem dar.

Das für Auswärtige erstaunliche Phänomen ist sicherlich die Tatsache, dass das Stadtfest-Wetter eigentlich keine Rolle spielt. Auch im strömenden Regen war der Rathausplatz schon voll. Aber zugegeben: Nach einem Nachmittag und einem Abend und einer Nacht unter Schirmen, Zelten und Plastikplanen packt der eine oder andere Trödler seine Siebensachen nass und entnervt mitunter schon vor dem geplanten Ende ein. Wer Lüdenscheid kennen will, muss unbedingt das Stadtfest kennen! - Olaf Moos

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