111 Dinge (8): Ein Spiel der Bakets Lüdenscheid besuchen

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Allzu oft hatten sie in letzter Zeit keinen Grund zum Jubeln, aber die Spieler der Baskets Lüdenscheid verfügen über eine eingeschworene Fangemeinde.

LÜDENSCHEID - Nur noch 20 Sekunden. 20 Sekunden, die über alles entscheiden. Die Zuschauer hält nun nichts mehr auf den Sitzbänken der Tribüne. Die Stimmung ist angespannt. Alles ist noch offen an diesem Samstag im November 2011 – und in der letzten Sekunde dreht sich der Spielstand tatsächlich noch einmal.

Von Thomas Krumm

Nikola Bilos trifft mit einem Dreier zum 76:75-Sieg der 1. Herrenmannschaft der Baskets Lüdenscheid gegen den RC Borken-Hoxfeld. Spieler, Trainer und Fans liegen sich in den Armen und feiern überschwänglich den ersten Sieg der Herren in einem Ligaspiel seit fast einem Jahr. Entschädigt sind die Baskets-Anhänger für die lange Durststrecke ohne zählbaren Erfolg und Siegesfeier. Jetzt steigt die Party – ohne zurückzuschauen oder über den nächsten Spieltag nachzudenken.

Wer am Wochenende den Nervenkitzel nur auf den Fußballplätzen in „Lüdenscheid-Nord“, Bochum oder Schalke vermutet, weiß nicht, dass es auch in der heimischen Halle Stadtpark hochklassigen Sport und jede Menge spannender Momente gibt.

Unterhttp://www.baskets-lüdenscheid.definden Fans und Interessierte viel Wissenswertes über die Baskets Lüdenscheid. Neben Spielplänen und Tabellen gibt es ein umfangreiches Bild- und Spielberichtarchiv.

Das Baskets-Team um Trainer Amir Hujic hat seine eingeschworenen Fans – und die zeigen ihre Treue in guten und in schlechten Zeiten. Man kennt sich: Auf den Zuschauerrängen begrüßen sich die Fans mit Handschlag, gemeinsam wird jeder Spielzug kommentiert, der Nachwuchs übt derweil am Spielfeldrand den Korbleger und freut sich über jeden Treffer der in jeder Hinsicht großen Vorbilder.

Nach dem Spiel üben die „Profis“ mit den Baskets-Spielern von morgen. Berührungsängste gibt es hier nicht. Die Spieler sind Helden zum Anfassen. Während der Spiele der Baskets herrscht familiäre Stimmung bei belegten Brötchen, Bier und Cola, die in den Pausen an der improvisierten Theke in der Sporthalle verkauft werden.

Elegant kommt der Sport hier daher, böse Fouls gibt es so gut wie nie. Jeder Verstoß wird rigoros geahndet. Wer sich krümmende oder blutende Spieler sehen möchte, ist hier falsch und sollte eher das Fußballstadion oder das Oval der Eishockey-Arenen besuchen.

Verhalten klingt der Jubel nach den Körben der eigenen Mannschaft, die eben längst nicht so rar sind wie die Tore beim Fußball. Und doch kann zuweilen ein einzelner Wurf auf den Korb ein ganzes Spiel entscheiden.

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