111 Dinge (47): In freier Natur picknicken und sich an der Aussicht ergötzen

Frische Luft, Sonne, was leckeres zu Essen und ein gutes Tröpfchen im Rucksack – ein Picknick lohnt sich immer.

Lüdenscheid J Stimmt ja gar nicht, dass es in Lüdenscheid immer nur regnet – und dass man hier deshalb auch kein Picknick auf grüner Wiese unter blauem Himmel genießen kann.

Der zunehmende Drang der Städter, im Einklang mit der Natur ein sommerliches Picknick zu genießen, ist in Lüdenscheid seit Jahren zu beobachten – hat aber in der Vergangenheit auch zu unschönen Auswüchsen geführt. So musste der Stadtreinigungsbetrieb (STL) mehrfach ausrücken, um beispielsweise nahe dem Schloss Neuenhof verunreinigte Grillplätze zu säubern. Mehrsprachige Schilder sorgen laut STL-Mann Heino Lange erfolgreich dafür, dass sich Picknickfreunde an die Vorgaben halten.

Denn statistisch gesehen regnet es hier nach Einschätzung heimischer Wetterfrösche auch nicht mehr als anderswo. Und hübsche Flecken Erde, auf denen man sich niederlassen, die Landschaft betrachten und lecker essen und trinken kann – die gibt es hier allemal in Hülle und Fülle.

Was braucht es also, um in Lüdenscheid ein gelungenes Picknick zu veranstalten? Zunächst mal – natürlich – eine Wolldecke. Und zwar, weil wir immerhin im Sauerland leben, am besten eine mit einer Aluminium-Beschichtung. Die sinnvollste Maßnahme gegen einen kalten und feuchten Popo.Und wir brauchen, was für Picknicks allerorten gilt: ausreichend Leckerchen in fester und flüssiger Form. Also Stullen und Pülleken Bier für die eher rustikale Variante oder: Antipasti aus heimischem Feinkosthandel, knackiges Baguette und einen fruchtigen Wein. Wer keine tiefgefrorene Kühlmanschette für den Weißen hat – ein kräftiger Roter verträgt auch sommerliche Temperaturen.

So ausgestattet, bieten sich für das Picknick – aus dem Französischen: „Im Freien essen“ – in erster Linie Wiesen und Lichtungen am Stadtrand an. Im Stadtpark etwa, nahe der Waldbühne, hat der Picknick-Freund zwar den Vorzug, nicht weit von der Innenstadt entfernt zu sein – aber auch den Nachteil, nicht völlig ungestört zu sein.

Ein schönes Terrain mit Lichtungen und viel Platz bietet die Nurre im Süden der Kreisstadt. Von dort aus ist es für Wanderer nur ein Katzensprung bis zum Naturschutzgebiet Stilleking, wo abseits der Wege lauschige Flecken mit bester Aussicht zum Picknick verführen. Die Nähe zur Homert bietet zudem die Chance, in Etappen zu speisen und zu trinken und sich an der Umgebung zu ergötzen. Das gilt auch für den Norden der Stadt, wo im Bereich Vogelberg und Buschhausen sanft geschwungene Hügel und sattes Grün zum Verweilen einladen. Doch überall gilt: Kalte oder warmgehaltene Speisen sind erlaubt, Grillen und Lagerfeuer sind streng verboten. Behördlich geregelt ist auch der Umgang mit den Hinterlassenschaften. Also: Immer hübsch die Reste und den Müll einpacken und brav wieder mitnehmen!

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