111 Dinge (35): An einem Wissenstag der Phänomenta teilnehmen

Die Phänomenta ist ein lohnendes Ziel für ganze Familien. Dies gilt umso mehr für den jährlichen Wissenstag, an dem auch die Erwachsenen viel Spannendes kennenlernen können. Diese Besucher haben sichtlich Spaß am Ausprobieren von Klangstäben.

Einmal im Jahr fliegen in der Phänomenta Lüdenscheid die Fetzen: Immer dann nämlich, wenn die Redaktion der WDR-Kindersendung Lilipuz am großen Wissenstag zum Experimentieren einlädt, zeigt auch Chemieprofessor Hans-Dieter Barke aus Münster seine Entertainerqualitäten.

Die Phänomenta Lüdenscheid ist ein interaktives Museum, das Kindern und Erwachsenen über experimentelles Erfahren und eigenes Ausprobieren einen neuen Zugang zu Naturwissenschaften vermitteln will. Sämtliche der über 130 Experimente zu Mechanik, Optik, Elektrizität und Akustik können von den Besuchern auch am einmal jährlich stattfindenden WDR-Wissenstag wie gewohnt erkundet und ausprobiert werden. Doch Kinder-Uni und Workshops sorgen für den besonderen Reiz. Das detaillierte Programm ist auf der Internetseite der Phänomenta Lüdenscheid zu finden: www.phaenomenta-luedenscheid.de. Das Technikmuseum hat die Adresse Gustav-Adolf-Straße 9 bis 11. Da dort nur eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen zur Verfügung steht, sollten sich die Besucher auf einen längeren Fußweg zur Phänomenta einstellen. Das Technikmuseum ist telefonisch unter Tel. 023 51/ 2 15 32 zu erreichen.

Da explodieren wasserstoffgefüllte Luftballons, verglühen Pflanzensporen, und immer liegt Barkes Auftritt am Ende der Vorträge der Kinderuniversität. Denn anschließend muss gründlich gelüftet werden.

Jährlich kommt der WDR in die Phänomenta, die mit dem Wort „Technikmuseum“ nicht adäquat benannt ist. Denn das Wort „Museum“ klingt zu sehr nach Distanz, Objekten in Glasgästen und hochwachsamem Aufsichtspersonal, das Kinder besonders gern zurückhält. Doch in der Phänomenta ist alles anders: Die Experimentierstationen laden die kleinen Besucher nicht nur zum Anfassen, sondern vor allem zum Ausprobieren ein. Und die Kinder haben danach ganz zwanglos etwas über die Erzeugung von Energie, die Statik einer Brücke, Klangphänomene oder haltbare Schatten gelernt. Für die Wissenstage arbeiten der Phänomenta-Verein und die WDR-Lilipuz-Redaktion zusammen. Die Radiomoderatoren bekommen eine Lilipuz-Live-Sendung aus Lüdenscheid, und für die Kinder vor Ort ist der Wissenstag im Jahresverlauf der spannendste, den sie in der Phänomenta erleben können. In Workshops mit Wissensschaftsjournalisten, Moderatoren und Mitarbeitern des Phänomentavereins erkunden sie Eigenschaften von Stoffen und Flüssigkeiten, bauen Radios, Musikinstrumente, Raketenantriebe oder anderes Spannendes aus dem großen Reich der Technik. Und immer gibt es eine Kindergruppe, die den Radiomachern dabei hilft, eine interessante Sendung mit vielen Originaltönen zusammenzustellen.

Für all jene, die auch durch aufmerksames Zuhören und Zuschauen lernen können, gibt es kleine Vorlesungen nach dem Modell einer Kinderuniversität, in denen Hochschuldozenten und Professoren ihre Fähigkeiten zur anschaulichen Darstellung erproben können. So kommen Kinder und einige glückliche Erwachsene in den Genuss, Neues über Haifischzähne, die Weltraumfahrt oder die Künste geschickter Nachahmung in der Natur zu lernen. Immer wieder ist dabei das Wissen der jungen Besucher gefragt, und bei vielen Themen können sie auch selber auf der Bühne mitwirken. Legendär ist jene Vorlesung, in der ein Kind mit der Hilfe eines Flaschenzuges einen ganz starken Kerl besiegte. Nur bei den Auftritten von Chemieprofessor Hans-Dieter Barke gilt konsequent: „Abstand halten!“ Der Mann muss achtgeben, dass ihm selbst nicht alles um die Ohren fliegt. Thomas Krumm

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