„Dietrichs Kanzlei“ wird abgerissen

Schon stehen die Abraumcontainer vor dem Haus Hohfuhrstraße 24. Es soll in der kommenden Woche abgerissen werden, um einer Wohnanlage mit vier Eigentumswohnungen Platz zu machen

LÜDENSCHEID ▪ Noch prangt der preußische Adler stolz am Haus Hohfuhrstraße 24 zwischen dem wuchernden Fassadengrün. Doch schon bald wird er mitsamt dem Gebäude nur noch Geschichte sein.

Es soll einer Wohnanlage mit vier Eigentumswohnungen in attraktiver Lage weichen, wie der den Neubau planende Architekt Bernd Schlabach im Gespräch mit den LN bestätigte. Die Abrissfirma Rossow ist derzeit noch mit der Entkernung beschäftigt, bevor in der nächsten Woche Bagger und Abrissbirne das Gebäude dem Erdboden gleichmachen werden. Die städtische Abbruchgenehmigung für das Gebäude stammt noch aus dem Jahr 2010. Lange Jahre hatte der 2010 verstorbene ehemalige Bürgermeister Jürgen Dietrich seine Rechtsanwaltskanzlei „Dietrich und Wernscheid“ in dem Haus an der Hohfuhrstraße. „Diese Wände haben sicherlich einiges gehört“, reagierte eine Zeitzeugin spontan auf die Nachricht vom Abriss von „Dietrichs Kanzlei“.

Zur Geschichte des Hauses Hohfuhrstraße 24 gehört auch, dass der erste Pfarrer der neugebauten Christuskirche mangels eines eigenen Pfarrhauses dort zwischen 1902 und 1905 zur Miete wohnte, wie Hartmut Waldminghaus in seiner Geschichte der Lüdenscheider Pfarrhäuser berichtet. ▪ thk

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