Diese Frauen haben ab sofort am Amtsgericht das Sagen

+
Ein Frauenteam an der Spitze des Amtsgerichts: Die neue Direktorin Susanne Kuschmann (links) und ihre Stellvertreterin Alexandra Bubenzer.

Lüdenscheid - Das Amtsgericht der Kreisstadt arbeitet unter einem neuen Führungsduo.

Richterin Susanne Kuschmann (49) fungiert seit Jahresbeginn als Direktorin der Justizbehörde am Dukatenweg und ist nun Vorgesetzte von rund 80 Beschäftigten und 13 Richtern. 

Damit hat sie die Nachfolge von Anke Ditzler angetreten, die vor einem halben Jahr mit nur 51 Jahren einer schweren Krankheit erlag. Zu Kuschmanns Stellvertreterin wurde die 44-jährige Richterin Alexandra Bubenzer ernannt. 

Die Amtsgerichts-Direktorin stammt aus dem nordfriesischen Luftkurort Niebüll und hat ihre Heimat für das Jura-Studium in Marburg verlassen. Aus dem Mittelhessischen verschlug es sie nach dem Examen nach Westfalen. 

Stationen am Landgericht und Amtsgericht Hagen sowie zuletzt in den Siegener Justizbehörden führten die Nordfriesin jetzt nach Lüdenscheid. Susanne Kuschmann ist nach eigenen Worten froh, nun einer kleineren und überschaubaren Behörde vorzustehen. „Ich bin hier sehr nett willkommen geheißen worden und habe mich auf das Team und die Arbeit hier gefreut.“ 

Neben ihren Leitungsaufgaben beackert die Direktorin Ordnungswidrigkeiten-Verfahren. Als positiv wertet die Chefin auch die Tatsache, dass zeitgleich mit ihr Alexandra Bubenzer als motivierte Stellvertreterin ihren Dienst am Dukatenweg aufgenommen hat. 

Die gebürtige Iserlohnerin, die neben Führungsaufgaben für Angelegenheiten im Familien-, Zivil- und Wohnungseigentumsrecht verantwortlich zeichnet, ist am Lüdenscheider Amtsgericht keine Unbekannte. 

Vom Sommer 2015 bis Januar ‘16 arbeitete sie bereits kommissarisch als Verwaltungsleiterin am Dukatenweg und war vor ihrer Berufung in die Kreisstadt am Amtsgericht Hagen tätig. 

Bei allem Tatendrang und auch angesichts vieler Freiheiten in der richterlichen Arbeit beurteilt das neue Führungsduo die Tätigkeit in der Justiz offenbar nicht unkritisch. Probleme durch eine hohe Arbeitszeitbelastung oder längere Bearbeitungszeiten entstünden zweifellos durch einen erkennbaren Nachwuchsmangel, so Susanne Kuschmann. „Aber hier wird fleißig und sehr gut gearbeitet.“ 

Erleichterungen für die Bediensteten versprechen die Direktorin und ihre Vertreterin sich langfristig von der Einführung der elektronischen Akte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare