Dienstleistungsvertrag für Firma Hertwig

Thomas Hertwig freut sich über den Dienstleistungsvertrag.

Lüdenscheid - Der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie und die Gewerkschaft IG Metall haben gemeinsam mit Geschäftsführer Thomas Hertwig für die Firma Hertwig Härtetechnik einen verbandsgebundenen Dienstleistungvertrag geschlossen.

Er läuft langfristig für die nächsten acht Jahre, also bis 2022, und regelt Arbeitszeit und Entgelt der Beschäftigten am Hohen Hagen. „Das ist ein großer und wichtiger Baustein für unsere weitere Entwicklung. Wir sind ein solides Unternehmen und auf einem guten Weg. Der geschlossene Vertrag unterstützt uns zusätzlich dabei und gibt uns Sicherheit – ein gutes Signal an die Beschäftigten, aber auch an unsere Kunden und Lieferanten“, betonte Hertwig.

Bernd Schildknecht, Erster Bevollmächtigter der IG Metall, wertete den Abschluss des Vertrages als leuchtendes Signal dafür, dass es noch möglich ist, schwierige Tarifgespräche zu einem Erfolg zu führen. „Mit dem Dienstleistungsvertrag haben wir die Leitplanken gesetzt für eine gute Zukunft der Firma Hertwig und sichern die rund 100 Arbeitsplätze ab. Man kann wohl ohne Übertreibung sagen, dass wir damit ein Stück Tarifgeschichte geschrieben haben.“

Dem stimmt Christian Lepping, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie, ohne Einschränkung zu: „Das ist ein ganz tolles Beispiel für eine neue Tarifpolitik. Der Dienstleistungvertrag ist eine maßgeschneiderte Lösung und begleitet den positiven Wachstumskurs des Unternehmens. In den letzten zwei Jahren haben wir in einem konstruktiven Dialog immer wieder gemeinsam daran gearbeitet. Meines Erachtens nach ist das landes- und bundesweit einmalig.“

Da die Hertwig GmbH ein nicht produzierender Betrieb ist, wurde der Dienstleistungsvertrag geschlossen. Der Familienbetrieb ist Spezialist auf dem Gebiet der Wärmebehandlung für den Werkzeug- und Maschinenbau und zählt nach eigenen Angaben zu einem der größten Werkzeughärtereien in Deutschland. Derzeit ist ein Erweiterungsbau in Arbeit.

Von Martin Messy

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