Flüchtlingshilfe: Möglichst breites Netzwerk

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Artur D’Cruz, Michael Wirth, Zehra Kayis, Klaus Majoress und Michael Czylwik (v.l.) freuen sich über den ehrenamtlichen Einsatz für Flüchtlinge, die in Lüdenscheid Schutz suchen.

Lüdenscheid - Mit der zunehmenden Anzahl von Flüchtlingen wächst auch die ehrenamtliche Hilfsbereitschaft, sie zu unterstützen. Um ein möglichst breites und gut strukturiertes Netzwerk zu schaffen, findet am Dienstag um 19 Uhr im Bürgerforum des Rathauses ein 2. Runder Tisch statt.

„Der 1. Runde Tisch mit mehr als 100 Menschen war sehr ermutigend“, sagte am Freitag Pfarrer Michael Czylwik. Inzwischen hat ein Vorbereitungskreis aus verschiedenen Wohlfahrtsverbänden und Kirchenvertretern Vorschläge zur Entwicklung eines solchen Netzwerkes gemacht.

Michael Wirth, seit fast drei Jahrzehnten Leiter der Flüchtlingsberatungsstelle des Diakonischen Werkes und damit sehr erfahren in der Flüchtlingshilfe, sieht sich als Schnittstelle zwischen ehrenamtlicher und professioneller Begleitung der Flüchtlinge: „Ich werde an dem Abend eine Handreichung für ehrenamtliche Helfer vorstellen. Dabei geht es um die Darstellung einer Unter- und Überforderung. Fachleute können das gut einordnen.“

Dies alles sei unabhängig von den rechtlichen Pflichten und Aufgaben der Stadt zu sehen, betont Klaus Majoress, Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, der gemeinsam mit Bürgermeister Dieter Dzewas, Pfarrer Johannes Broxtermann sowie Zehra Kayis, Vorsitzende des Integrationsrates, zu dem 2. Runden Tisch einlädt.

In Gesprächsgruppen sollen Arbeitsfelder wie zum Beispiel Sprache, Gesundheit oder Kinderbetreuung unter die Lupe genommen, jeweils ein Fazit aus den insgesamt zehn Bereichen gezogen und möglichst jeweils ein Ansprechpartner ausgewählt werden. „Jeder soll sich angesprochen fühlen“, sind alle Interessierten für Dienstag eingeladen. 

Von Martin Messy

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