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Die Torjäger vom Schäferland setzen sich die Stadtkrone auf

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Von: Thomas Machatzke

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Stadtmeister Mannschaftsbild Fußball
Stadtmeister der Altersklasse C: Die jungen Fußballer der Freien Christlichen Realschule feierten ausgelassen den Turniersieg. © Machatzke, Thomas

Die Freie Christliche Realschule war am dritten Turniertag der 32. Schüler-Fußball-Stadtmeisterschaften der große Triumphator. Mit zwei Unentschieden eher verhalten ins Turnier gestartet, ließ das Team von Betreuungslehrer Matthias Bockemühl-Simon drei Siege folgen und holte ungeschlagen und unterm Strich absolut verdient den Titel in der Altersklasse C (Unterstufe).

Lüdenscheid – Das Turnier der Fünft- bis Siebtklässler war eines mit immer wieder engen Entscheidungen, mit enthusiastischen Fans. Und natürlich war es auch ein Tag der großen Emotionen, gerade bei den beiden Finalteilnehmern, denn bevor die jungen Fußballer der Freien Christlichen Realschule final feierten, waren es zunächst die Kicker des Zeppelin-Gymnasiums, die mit ihrem lautstarken Anhang für die emotionalen Highlights des dritten Turniertages sorgten. Doch der Reihe nach.

Sieben Mannschaften waren es, die das Rennen um die Stadtkrone in der Altersklasse C aufnahmen – sie spielten zunächst in zwei Gruppen mit unterschiedlicher Gruppengröße und damit auch unterschiedlichen Spielzeiten. Anders ließ es sich in diesem Jahr nicht regeln. Es war gleichwohl eine Vorrunde mit einem hohen Spannungsfaktor. Extrem ausgeglichen war der Verlauf in der mit vier Mannschaften besetzten Gruppe A, in der kein Team ohne Sieg blieb.

Die letzten beiden Spiele der Gruppe waren Endspiele ums Weiterkommen. Das Bergstadt-Gymnasium ging mit einem Punkt Vorsprung auf die Freie Christliche Realschule ins letzte Duell. Doch die Realschüler, die vorher zweimal zu einem Unentschieden gekommen waren, setzten sich in diesem Spiel 2:0 durch und zogen als erste Mannschaft ins Halbfinale ein.

Die Torjäger vom Schäferland setzen sich die Stadtkrone auf

Doch in Sachen Spannung gab es noch eine deutliche Steigerung: Zwischen dem Zeppelin-Gymnasium (bis dahin vier Punkte) und der Adolf-Reichwein-Gesamtschule (bis dahin ein Punkt) ging es im letzten Gruppenspiel um jedes Tor: Als die Gesamtschüler vom Wehberg in der zweiten Halbzeit per Straßstoß das Tor zum 4:1-Zwischenstand erzielten, hatten sie das vermeintlich Unmögliche möglich gemacht und standen kurzzeitig mit einem Bein im Halbfinale. Doch die Zepp-Kicker schlugen zurück, verkürzten noch auf 4:2. Dieses Ergebnis reichte ihnen, um sich den zweiten Gruppenplatz zu sichern. Bei jeweils 4 Punkten hatte das Zeppelin-Gymnasium (6:5) ein mehr geschossenes Tor vorzuweisen als die Reichwein-Gesamtschule (5:4). Auch wenn das direkte Duell verloren gegangen war, gab man hier dem Team vom Wehberg das Nachsehen. Entsprechend feierten die jungen Kicker vom Staberg ihr Weiterkommen.

Die Gruppe B, in der nur drei Mannschaften dabei waren, war nicht so ausgeglichen besetzt. Der Titelverteidiger, das Geschwister-Scholl-Gymnasium, zog mit einem 8:0- und einem 4:0-Sieg quasi im Spaziergang ins Halbfinale ein. Der Spielplan wollte es aber so, dass das letzte Vorrundenspiel zwischen der Richard-Schirrmann-Realschule und der Theodor-Heuss-Realschule ein echtes Endspiel ums Weiterkommen war. Die Heuss-Realschule, die einen Sieg benötigte, ging auch mit 1:0 in Führung, doch die Schirrmann-Kicker vom Buckesfeld glichen noch zum 1:1 aus – das reichte ihnen, weil sie gegen das Scholl-Team knapper verloren hatten. Für Olaf Reuber und sein Team vom Wefelshohl war somit denkbar knapp das Turnier beendet.

Jubelnde junge Fußballer
Der Bann ist gebrochen: Die Realschüler vom Schäferland nach dem Treffer zum 1:0 im Finale. © Machatzke, Thomas

Das Halbfinale brachte das Bruderduell vom Staberg – mit klar verteilten Rollen. Die jungen Fußballer des Geschwister-Scholl-Gymnasiums waren der klare Favorit und spielten gegen den Nachbarn von Zeppelin-Gymnasium auch munter nach vorne. Doch die Brand-Schützlinge hatten sich nach den vier Gegentoren gegen die Reichwein-Schule vor allem eine neue Defensiv-Taktik zurechtgelegt. Zwei breit besetzte Ketten, den Gegner kommen lassen – und auf Konter hoffen. Die Rechnung ging auf. Während das Team von Oliver Kamp anrannte und keine Lücken fand, nutzte das Zeppelin-Gymnasium die eine große sich bietende Chance und traf den großen Bruder durch Noah Ruhes Siegtor ins Herz.

„8:0 und 4:0 gewonnen – und dann so was“, stellte Oliver Kamp fest und schüttelte den Kopf, während gerade im zweiten Halbfinale die Freie Christliche Realschule beim 7:0-Sieg gegen die Richard-Schirrmann-Realschule kurzen Prozess machte. Es war nicht die Art von Sieg, der die besonderen Emotionen freisetzte, zu deutlich waren die Kräfteverhältnisse.

Fußballer im Zweikampf
Umkämpftes Finale: Die Kicker vom Zeppelin-Gymnasium (in Blau) und der Freien Christlichen Realschule (in Rot) schenkten sich nichts. © Machatzke, Thomas

Sei’s drum: Es wartete ja noch das Finale, und damit eine knifflige Aufgabe für die Torjäger vom Schäferland. Denn wieder setzte das Zeppelin-Gymnasium vor allem darauf, nichts zuzulassen. Das gelang in den ersten zwölfeinhalb Minuten des Finales auch prächtig. Ein Spiel ohne große Torszenen war es. Doch nach dem Wechselschossen Josh Sadowski und Maurice Möller ihr Team dann doch noch zum hochverdienten 2:0-Erfolg. Danach kann der Jubel keine Grenzen.

Auch wenn das Finale erst um 20 Uhr beendet war, war von Müdigkeit bei den Kickern der Freien Christlichen Realschule keine Spur, als ihnen Kai Pritschow aus dem Marketing-Team der Sparkasse den Siegerpokal überreichte. Ein besonderer Moment, wie an jedem Turniertag. Die Kicker vom Zeppelin-Gymnasium indes mussten sich nicht grämen – auch sie hatten ein tolles Turnier gespielt und für so manche Überraschung gesorgt. Auch wenn es für den ganz großen Coup am Ende nicht reichte.

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