Weiter Ärger um Knapper Schulhof und Schulte-Platz

LÜDENSCHEID - Knapper Schulhof und Theodor-Schulte-Platz vor der Erneuerung: Der Konflikt zwischen führenden Vertretern der Stadtverwaltung und erzürnten Bürgern war am Dienstagabend auch mit Ende der Info-Veranstaltung im Rathaus nicht beigelegt.

Hier die um Ausgleich und Erklärungen bemühten Fachleute, da die Nachbarn, die um jeden Preis jeden einzelnen Baum erhalten wissen wollen – und auch vor dem Vergleich mit „Stuttgart 21“ nicht zurückschrecken.

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Geduldig, letztlich aber offenbar vergeblich, bemühten sich die Verantwortlichen aus dem Rathaus, offensichtliche Informationsrückstände bei den rund 20 Besuchern auszugleichen. Dabei hätten die Bürger seit September 2012 Zeit und reichlich Gelegenheiten gehabt, sich über den jeweiligen Planungsstand zu informieren, Bedenken zu äußern oder Ideen einzubringen, erklärte der städtische Planungschef Martin Bärwolf.

Die Auflistung der Arbeits- und Entscheidungsschritte, die Landschaftsarchitekt Friedhelm Ebbinghaus präsentierte, umfasst Maßnahmen, in die Bürger aller Generationen eingebunden werden sollten. So gab es Vorgespräche mit Gruppen aus dem Umfeld: mit Vertretern der Knapper Schule und des Offenen Ganztags, mit dem CVJM, der Kita Nordstraße und der FCJG am Bahnhof.

Unter dem Titel „Jetzt haben die Bewohner das Wort“ lud die Stadt für den 10. Oktober zu einer ersten Info-Veranstaltung ein. In der Ankündigung, die auch im Internet zugänglich war, heißt es unter anderem: „Die Bürgerbeteiligung bietet auch die Chance, Nutzungskonflikte festzustellen, auszuloten und nach guten Lösungen für alle Beteiligten zu suchen.“ Es folgten: ein Malwettbewerb, ein Aktionstag und Ideenworkshop auf dem Schulhof, eine öffentliche Vorstellung der Pläne am 7. Dezember im Rathaus, eine Ausstellung von Modellen im Stadtumbaubüro am „Knapp“, zweimalige Verteilung von Broschüren sowie zahlreiche Berichte der LN-Redaktion zum jeweiligen Planungsstand.

Doch einer der Einwände aus den Reihen der Kritiker lautete vorgestern Abend: „Die machen doch sowieso, was sie wollen.“ - Von Olaf Moos

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