Dickes Lob von den Arbeitsschützern

LÜDENSCHEID ▪ „Sagen Sie mal“, fragt Schausteller Geron Langhoff. „Waren Sie nicht letztes Jahr auch schon hier?“ Und Ralf Kewitz, Arbeitsschützer beim Regierungspräsidenten in Arnsberg, antwortet: „Ich komm’ alle Jahre wieder!“ Nach der Überprüfung im vergangenen Jahr, als er vier unsichere Gasanlagen auf dem Weihnachtsmarkt feststellte, waren Kewitz und sein Kollege Achim Stiens gestern besonders wachsam.

Und am Ende „sehr angenehm überrascht“, wie er im LN-Gespräch sagte. Keine einzige Ordnungswidrigkeit, keine Gefahr. Die Budenstadt auf dem Sternplatz ist sicher.

In 22 Buden, deren Betreiber allerhand Technik aufbieten, um den kalten Tag zu überstehen, lauert theoretisch Explosionsgefahr, sofern Propangas im Spiel ist. Das Gas ist schwerer als Luft, setzt sich bei einer Undichtigkeit der Anschlüsse unbemerkt auf dem Boden eines Standes ab – der kleinste Funke reicht, und die Bude fliegt in die Luft. Die Kompetenzen der Arbeitsschützer sind deshalb weitreichend. Sie reisen über die Weihnachtsmärkte im ganzen Regierungsbezirk, klären auf, verschicken Erinnerungsbriefe, verhängen Bußgeldstrafen – und im Extremfall dürfen sie einen Verkaufsstand auch kurzerhand stilllegen.

Doch Langhoff und seine Kollegen auf dem Sternplatz blieben von Zwangsmaßnahmen verschont. Der Druckminderer und ein Schlauch an einer Popcorn-Maschine müssen nachgebessert werden, zwei Feuerlöscher sind nicht ganz in Ordnung, so das Fazit von Arbeitsschützer Kewitz. „Insgesamt ein sehr zufriedenstellendes Prüfungsergebnis.“

Zwar verbrauchen die Bäcker, Brater und Frittierer in den Buden wieder tonnenweise Propangas. Aber nach Beobachtung von Ralf Kewitz und Achim Stiens haben sich 80 Prozent der Händler von der alten Gasheizung verabschiedet. Sie halten sich die Füße immer häufiger mit Elektroheizungen warm. Auch dafür gab es gestern ein Lob von den Arbeitsschützern. „Das ist zwar teurer als Gas, aber auch viel sicherer.“

Olaf Moos

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