Dichter Nebel stoppt Rettungsflug

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Der 43-jährige Pilot von „Christoph Dortmund“ musste am Samstag notgedrungen eine mehrstündige Pause in Lüdenscheid einlegen.

LÜDENSCHEID - „Das Klinikum stand in einer dichten Nebelwolke. Der Landepunkt war nicht auszumachen“, sagt der 43-jährige Pilot vom Rettungshubschrauber „Christoph Dortmund“ und telefoniert neben seinem am Kattenbuscher Weg geparkten Flieger.

Denn dort – neben einem Garagenkomplex – hat er am Samstagmittag landen müssen. „Ich sah die Wolkenlücke und habe mich dann entschlossen, dort herunterzugehen. Die Wiese daneben war mir etwas zu unsicher, da ich nicht wusste, ob der Hubschrauber da zu sehr einsackt.“

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„Christoph Dortmund“ war nach Angaben von Petra Hentschel, Sprecherin der DRF Luftrettung, auf dem Weg vom Flughafen Dortmund zum Klinikum Lüdenscheid, um dort einen Patienten aufzunehmen und in eine Dortmunder Klinik zu verlegen. Aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse entschied sich der Pilot für den ungewöhnlichen Stopp. Eine Landung nach Maß: Die Rotorblätter standen nur einen guten Meter ab von der Garagenwand.

Die medizinische Crew an Bord übernahm schnell die Verlegung des Patienten von Lüdenscheid nach Dortmund per Rettungswagen. Der Pilot selbst harrte vor Ort aus, um den Hubschrauber wieder zu starten, sobald die Sichtverhältnisse besser wurden. Doch das dauert einige Stunden. Zuvor hatte Sprecherin Petra Hentschel angekündigt, die Maschine werde wohl über Nacht in Lüdenscheid bleiben. Doch nach und nach besserte sich die Wetterlage. Zunächst setzte der Pilot den Hubschrauber für lebensrettende Intensivtransporte auf die angrenzende Wiese um. Am frühen Abend konnte er dann doch noch nach Dortmund zurückkehren.

Wäre dies nicht möglich gewesen, hätte sich der erfahrene Pilot, der bereits seit 20 Jahren im Einsatz ist, um die Verpflegung keine Sorgen machen müssen. Anwohner boten ihm im Laufe des Nachmittags immer wieder Kaffee und Kuchen an - LS/my

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