Dialyse zieht nach Hellersen

LÜDENSCHEID ▪ Auch die Tage der Dialyse auf dem Gelände der ehemaligen Kinderklinik an der Hohfuhrstraße sind gezählt, denn sie soll ebenfalls nach Hellersen ziehen.

Das bestätigte gestern Robert Schüwer, Geschäftsführer der Märkischen Kliniken. Im März wird der Aufsichtsrat über die Pläne beschließen. So bald wie möglich soll dann mit den Baumaßnahmen – möglicherweise schon in diesem Jahr – auf dem Klinikum-Campus begonnen werden. Dabei könnte es sich um eine Aufstockung des Anbaus West (HNO) handeln oder um ein Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft. „Das ist im Augenblick noch völlig offen“, so Schüwer. Deshalb könne auch das Kostenvolumen noch nicht beziffert werden. Tatsache sei aber, dass das Gebäude an der Hohfuhrstraße (Am Sonnenhang) inzwischen viel zu klein sei.

Unter der ärztliche Leitung von Prof. Dr. Jan Galle werden jährlich 14 800 Dialysen durchgeführt. Auf den 814 Quadratmetern Nutzfläche stehen 28 Patientenplätze zur Verfügung. „Wir müssten für den Standort Geld in die Hand nehmen, um den heutigen Anforderungen gerecht zu werden. Das aber macht wirtschaftlich keinen Sinn. Deshalb liegen Überlegungen für einen Umzug nach Hellersen natürlich nahe.“

Nach Fusion des Städtischen Krankenhauses Lüdenscheid mit dem Kreiskrankenhaus Hellersen erfolgte 1979 im damaligen Klinikbereich Philippstraße die Einrichtung einer eigenständigen Abteilung für Nephrologie und Dialyse. Drei Jahre später wurde dann die Märkische Dialysezentrale GmbH gegründet. In den 60er Jahren firmierte das heutige Dialyse-Gebäude im Volksmund als so genanntes Korea-Haus. Um den damaligen Pflegenotstand zu überwinden, wurden Schwestern aus Korea angeworben und dort untergebracht.

Noch völlig offen ist die Nachnutzung des großen Areals an der Hohfuhrstraße. Ende Mai wird die Kinder- und Jugendpsychiatrie als große Einheit nach Hellersen ziehen. „Auf einen Schlag ist nichts in Sicht“, machte Schüwer die Misere deutlich. Zwar sei für eine Wohnbebauung auch eine Änderung des Bebauungsplans nötig, der bislang nur gemeindliche Zwecke vorsehe, aber ein Investor sei weit und breit nicht zu finden. „Neubaugebiete sind nicht aktuell.“ - be

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare