Diabetiker-Heim: Kleine Sorgen drücken

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Geschäftsführer Uwe Scharf (l.) und der stellvertretende Leiter des Diabetiker-Heims am Danziger Weg, Michael Langhals (r.), sprachen gestern mit den FDP-Politikern Martina Stenger und Johannes Vogel. ▪

LÜDENSCHEID ▪ „Es ging in der Vergangenheit schon schlechter, aber kleine Sorgen drücken uns immer.“ Der Geschäftsführer des Diabetiker-Heims am Danziger Weg, Uwe Scharf, versucht weiterhin, die benachbarte Immobilie, in der früher Senioren des Karl-Reeber-Heims untergebracht waren, wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen. Doch bislang vergeblich.

Während die Auslastung des Heims für Diabetiker mit 53 Bewohnern seit rund vier Jahren bei 100 Prozent liegt, droht der Kredit des NRW-Bank über 1 Million Euro, der bis 2030 läuft, ohne positive Wirkung zu bleiben. Denn die Vergabe war seinerzeit an die Bedingung geknüpft worden, in dem leer stehenden Haus an der Ecke Schlittenbacher Straße ältere Bewohner mit sozialen Benachteiligungen unterzubringen. Scharf: „Dafür müssten wir aber aufwändig umbauen. Das würde rund 800 000 Euro kosten. Und die haben wir nicht.“

Dieses Thema und andere Angelegenheiten der Einrichtung waren Gegenstand eines Gesprächs mit Verantwortlichen des öffentlichen Lebens. Mit einer Einladung an zwei FDP-Politiker haben Uwe Scharf und der stellvertretende Einrichtungsleiter Michael Langhals am Danziger Weg gestern erneut Werbung für ihr Haus betrieben und sich für weitere Unterstützung für ihre Arbeit engagiert. Die Kreistagsabgeordnete Martina Stenger, stellvertretendes Mitglied im Schul- und Sportausschuss, und der Bundestagsabgeordnete Johannes Vogel, arbeitsmarktpolitischer Sprecher seiner Fraktion im Ausschuss für Arbeit und Soziales, zeigten sich positiv überrascht von der Vielfalt und den Erfolgen der Betreuungsarbeit. Stenger: „Ich bin begeistert von der Einrichtung .“ Vogel bezeichnete es als „wichtig, neue Kontakte zu knüpfen“.

Damit sprachen sie ihrem Gastgeber Uwe Scharf aus der Seele. „Wir brauchen mehr Multiplikatoren. Viele kennen uns nicht, wir können hier vor Ort auf keine großen Netzwerke zurückgreifen.“ Das liege auch daran, dass die Schützlinge keine Lüdenscheider seien, sondern aus dem ganzen Bundesgebiet kämen. Scharf und Langhals plädierten dafür, dass örtliche Jugendämter im Interesse der jungen Diabetiker personell besser ausgestattet werden.

Olaf Moos

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