Galerie Lüdenscheid

Darum schwärmt "Bares für Rares"-Star für diese Zeichnungen

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Detlev Kümmel bringt seine Lutz-Bilder in die Städtische Galerie.

Lüdenscheid – Die Sammelleidenschaft des Brügger Galeristen Detlev Kümmel war ausschlaggebend: Am 26. April (Freitag) um 19 Uhr wird in der Städtischen Galerie am Sauerfeld eine Ausstellung mit Arbeiten des Künstlers Rudolf Lutz eröffnet – im Foyer, denn im Erdgeschoss werden immer noch Fenster saniert und ausgetauscht.

Bereits im vergangenen Sommer war Kümmel auf der Suche nach einem Kooperationspartner für eine Ausstellung: „Nächstes Jahr wird Bauhaus hundert Jahre alt. Überall in Deutschland wird es dazu Ausstellungen geben. Ich würde gern – am liebsten in Kooperation mit der Städtischen Galerie – eine Ausstellung mit den Bildern von Rudolf Lutz realisieren. Die Exponate kämen ja dann überwiegend von mir.“

An die 140 Exponate hat der Galerist inzwischen gesammelt. „Da sind schöne Sachen bei“, ist auch Galerieleiterin Dr. Susanne Conzen von der rund vierwöchigen Ausstellung überzeugt. Allerdings möchte sie quasi als lokale Anbindung an die Bergstadt auch den Kreis der Künstler beleuchten, in dem sich Rudolf Lutz bewegte, und die Ausstellung mit Exponaten aus dem Fundus der Galerie ergänzen.

Der Künstler Rudolf Lutz (1895-1966) lernte ursprünglich Schreiner, wandte sich dann aber dem Kunstgewerbe zu und belegte den ersten Vorkurs bei Johannes Itten am Weimarer Bauhaus. Obwohl er nur kurz an der berühmtesten modernen Schule für Kunst-Design und Architektur in Deutschland studierte und sich 1920 bereits wieder abmeldete, niemals mit einem Oskar Schlemmer, mit Wassily Kandinsky und Paul Klee studierte, haben deren deren Einflüsse im Lebenswerk des Künstlers deutliche Spuren hinterlassen.

Die Ehefrau des Künstlers, Marta Lutz, fertigte als Weberin zwei Teppiche nach den Entwürfen ihres Mannes. Dazu wird die Galerieleiterin passendes Mobiliar aus den Anfängern der 30er-Jahre in die Ausstellung bringen, ebenso Leihgaben aus anderen Städten und mehrere Blätter aus dem eignen Archiv.

„Der Stuttgarter Kreis um Rudolf Lutz war ja eine sehr bunte Angelegenheit. Die Werke haben eine tolle Farbigkeit, aber sie sind gegenständlicher als die anderer Bauhaus-Künstler. Wir stellen Detlev Kümmel quasi als Sammler vor, aber mehr hat Rudolf Lutz mit Lüdenscheid ja nicht zu tun. Insofern wollen wir einen kunsthistorischen Zusammenhang mit Lüdenscheid herstellen.“

Eine Ausstellung rund um das Leben und Werk von Rudolf Lutz fand bereits im vergangenen Jahr im Heinrich-Neuy-Bauhaus-Museum in Steinfurt-Borghorst statt. Auch da war der Brügger Galerist Hauptleihgeber, brachte „seine“ Lutz-Bilder nach Münster, wo sie bis September zu sehen waren.

Zur Ausstellung in Borghorst erschien ein 85 Seiten starker Katalog mit dem Titel „Das kleine Format“, der Auskunft gibt über das Leben des Künstlers und mit vielen Abbildungen von Werken der Bauhaus-Künstler versehen ist. Konzept und Gestaltung stammt von dem Lüdenscheider Arthur Dulinski, gedruckt wurde bei Seltmann-Printart. „Die Mühen der Vorbereitung, Einrahmungen, Fotoerstellung, die Produktion der Kataloge, der Transport der vielen Werke und die eigentliche Ausstellung haben mir viel Freude gemacht."

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