Designer-Stücke zum Schnäppchenpreis

Ein paar Wellen-Plateau-Schuhe waren das Schnäppchen des Tages. ▪ Foto Grégoire

LÜDENSCHEID ▪ Einen enormen Andrang verzeichnete gestern einmal mehr der LN-Modemarkt im Kulturhaus: 300 Besucher passierten allein in den ersten 20 Minuten das Kassenhäuschen. Und schon lange vor der Eröffnung tummelten sich die Schnäppchenjäger auf den Kulturhaustreppen bis hinunter an die Straße. Um Punkt 11 gab es dann kein Halten mehr: Es gab einen regelrechten Run auf die 62 Stände: Hier wurde Designer-Mode ebenso angeboten wie Abend- oder Hochzeitskleidung, legere Freizeitkleidung, Schuhe und Accessoires. Manche sind alte Hasen, wissen genau, worauf es ankommt.

„Ich bin das erste Mal hier und bin sehr angenehm überrascht“, erzählt dagegen Yvonne Pfannschmidt. „Ich wollte eigentlich nur gucken, jetzt habe ich mich aber eingedeckt – mit einer Weste, T-Shirts und Hosen.“ Ihr persönliches Highlight vom Modemarkt: ein paar Wellen-Plateau-Schuhe, Designer-Stücke aus Barcelona – zum Schnäppchenpreis von 38 Euro. „Eigentlich sollten die Schuhe 45 Euro kosten“, freut sie sich über ihr erfolgreiches Handeln. Denn Feilschen ist auf dem Modemarkt Pflicht. „Verkäuferin“ Susanne Borghardt freut sich, jemanden gefunden zu haben, bei dem die Schuhe in guten Händen – oder besser gesagt, an guten Füßen – sind. Sie hatte schon öfter einen Stand beim Modemarkt, und war in diesem Jahr etwas enttäuscht, dass der Eingang nach unten verlegt wurde. „Ich stehe jedes Jahr an der gleichen Stelle – in den Jahren zuvor steuerten die Kunden gleich, wenn sie den Eingang passiert hatten, auf meinen Stand zu.“ Nun dauerte es etwas, bis sich die Kunden durch das Foyer bis zu ihr durchgekämpft hatten. „Aber die Geschäfte laufen trotzdem“, sagt sie. Schließlich wissen ihre Stammkunden, wo sie sie finden.

„In diesem Jahr sind Natur- und Erdtöne sowie schwarze Kleidungsstücke sehr gefragt“, erzählt Marina Frank, die schon zum wiederholten Mal dabei ist. Zudem würden warme Bekleidung wie Winterjacken verstärkt nachgefragt. Jedes Jahr aufs Neue wird die Hobbyverkäuferin von ihrer Familie mit aussortierter, aber gut erhaltener Kleidung versorgt. Auch sie selbst rangiert vor dem Modemarkt immer aus – „um Platz für Neues zu schaffen“, verrät sie. „Die besten Schnäppchen macht man schon beim Aufbau“, lacht sie. Und: „Beim Modemarkt trifft man viele Bekannte wieder, nicht nur beim Verkauf, sondern auch beim frühmorgendlichen Anstehen für die Standkarten. „Die Zeiten sind für Berufstätige ungeeignet“, bemängelt sie. Schon weit vor 6 Uhr treffen die ersten ein, um sich gut vier Wochen vor dem Modemarkt ihre Stände zu reservieren. Weil der Markt in diesem Jahr wieder auf zwei Etagen stattfand, gab es deutlich mehr Stände, so dass auch die, die später kamen, noch einen bekamen. ▪ CG

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