Von Depeschen und Fernschreibern: Ulrich Baberg lädt in Ausstellung ein

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Ulrich Baberg lädt für Sonntag von 12 bis 16 Uhr in seine Ausstellung für historische Bürotechnik ein.

Lüdenscheid - Ulrich Baberg zeigt seine Schätze, die einen tiefen Einblick in die mehr als 100-jährige Bürogeschichte geben, eigentlich nur nach telefonischer Vereinbarung. Doch jetzt hat er sich entschlossen, einmal im Monat sonntags von 12 bis 16 Uhr seine Pforten zu öffnen, um Interessierten Geräte und Techniken aus der Bürowelt zu zeigen und ihre Funktionsweise zu erläutern.

An den jeweiligen Sonntagen stehen jeweils zwei Exponate im Mittelpunkt. Daran anschließend können sich die Besucher ein Bild von weiteren Ausstellungsstücken machen, die die Büroarbeit in den Vergangenheit prägten. „Der Eintritt beträgt fünf Euro. Das Geld möchte ich für einen guten Zweck spenden“, sagt er. Der Eingang ist am EGC-Gebäude neben der Phänomenta an der Gustav-Adolf-Straße.

Am Sonntag geht es um das Übersenden einer telegrafischen Depesche und darum, wie ein Fernschreiber funktioniert. Die telegrafische Depesche kam durch die rasante Ausbreitung der Eisenbahn zustande. Entlang der Strecken wurden Telegrafenleitungen gelegt. Zunächst wurde die Übertragung von Nachrichten nur für die Bahn genutzt, aber ab Oktober 1851 konnten die Telegrafenlinien der Badischen Eisenbahn auch von Privatpersonen genutzt werden. Die Möglichkeiten, Informationswege zu verkürzen, nahm bald auch die Wirtschaft immer mehr in Anspruch. Durch das erhöhte Aufkommen übernahm dann die Post die Dienste der Bahn und bald gab es in allen Städten Depeschenämter. Ulrich Baberg wird die Technik anhand von Morsegeräten anschaulich erklären. „Das war mein erstes Sammelstück“, erinnert er sich.

Auch einen noch funktionierenden Fernschreiber können Besucher Sonntag bewundern. Zur Ausstattung des Geräts gehören ein Lochstreifenleser und -stanzer, um Texte mit maximaler Geschwindigkeit zu übertragen. „Gut 90 Prozent aller Exponate habe ich aus der Bevölkerung bekommen. Noch vorige Woche wurden mir vier Schreibmaschinen angeboten“, sagt Ulrich Baberg. - my

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