Für Denkfabrik notfalls auf Leuchttürme konzentrieren

Im Rathaus ist man sicher: Die „Denkfabrik“ am Bahnhof kommt, notfalls zunächst nur mit ihren Leuchttürmen.

LÜDENSCHEID - Ob das Land die Projekte der „Regionale 2013“ für haushaltslose Städte weiter zu 90 Prozent bezahlt oder nicht: Die Schwerpunkte des Lüdenscheider Großvorhabens „Denkfabrik“ sollen auf jeden Fall umgesetzt werden. Das erklärte Planungsamtsleiter Martin Bärwolf auf LN-Anfrage.

Für die Denkfabrik ist inzwischen vieles denkbar. Bisher wurde im Gesamtumfang von 24,7 Millionen Euro geplant, der zehnprozentige Eigenanteil der Stadt beträgt folglich 2,4 Millionen. Laut Bärwolf umfasst diese Planung aber alle Bestandteile bis hin zur Verbesserung des Wohnumfelds. Auf eine mögliche Kürzung des Landesanteils könne die Stadt reagieren, indem sie sich bis zum Regionale-Jahr auf den Bau der Leuchttürme in der Bahnhofs-Planung konzentriert: die Erweiterung der Phänomenta mit der Brücke über die Gleise zum Parkhaus, das Technik-Zentrum für Schulen und der Showroom für Technik-Institute und heimische Betriebe. Andere Projekte könnten dann erst nach 2013 umgesetzt werden.

Die Töpfe seien immerhin dieselben wie für die Regionale, nur müsse man ohne das Förderprogramm für Südwestfalen wieder länger auf Zusagen warten. Die Unklarheit über die Förderhöhe wird zudem nicht mehr lange bestehen, ist Bärwolf überzeugt. In Kürze sollen sich alle Beteiligten an der Denkfabrik zusammensetzen. Dann werde man klarer sehen.

Dass der Investor des Klotz-Baus am Bahnhof, Roland Rothmann, jetzt die Regionale-Förderung als Unsicherheitsfaktor für sein Projekt anführte, kann Bärwolf jedenfalls nicht nachvollziehen: „Im gesamten Quartier ist Musik drin.“

Das gelte nicht nur für die Regionale-Leuchttürme, sondern auch für die davon völlig unabhängigen Vorhaben. So will das Land bis Herbst 2011 die Fachhochschule errichten. Das Lichtinstitut wolle ebenso bauen wie die Düsseldorfer Projektentwickler der Firma RMA, die Ärztehaus und Parkhaus planen. Bärwolf: „Auch wenn sich die Vision des Gesamtquartiers nicht bis 2013 umsetzen ließe, stehen wir doch mitten in einer sehr dynamischen Entwicklung.“

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