Denkfabrik kommt: Land sagt Fördergelder zu

Die Denkfabrik kann kommen: Das Geld ist da.

LÜDENSCHEID ▪ Die Denkfabrik kann kommen. Die Fördergelder für das Bildungsquartier am Lüdenscheider Bahnhof sind jetzt zugesagt. Das teilten das NRW-Wirtschaftsministerium und die Bezirksregierung Arnsberg in einer gemeinsamen Erklärung heute mit.

Die Zahlen im Einzelnen: Für die Aufwertung der Phänomenta samt Technikzentrum stehen Fördermittel in Höhe von 12,33 Millionen Euro bereit – 90 Prozent der erforderlichen Gesamtkosten von rund 13,7 Mio. Und so setzen sich die in Kürze bewilligten Fördergelder zusammen: 6,85 Mio. Euro kommen aus EU-Mitteln (50 Prozent der Kosten), 5,48 Mio. Euro aus Mitteln der Landes NRW (40 Prozent), und der Eigenanteil der Stadt Lüdenscheid bei 1,37 Mio. Euro, also 10 Prozent.

Davon kann die Aufwertung der Phänomenta durch Aus- und Umbaumaßnahmen finanziert werden – samt „Leuchtturm“ und Technikzentrum. Insgesamt besteht die Denkfabrik aus neun Einzelmaßnahmen. Neben den 12,33 Mio. Euro profitiert Lüdenscheid noch von weiteren Fördergeldern: 7,96 Mio. Euro sollen zusätzlich aus Städtebaumitteln kommen. Damit sind 80 Prozent der städtebaulichen und infrastrukturellen Maßnahmen im Umfeld finanziert. „Mit der „Denkfabrik“ unterstützen wir die Begeisterungsfähigkeit der jungen Generation für Technik. Sie ist ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung des drohenden Fachkräftemangels in der regionalen Wirtschaft“, lobte Witschaftsminister Harry Voigtsberger das Vorhaben.

Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann sagte: „Die Denkfabrik wird langfristig sehr positive Effekte für die Entwicklung des Bildungsbereichs und der Wirtschaft in der Region haben. Daher freut es mich sehr, dass mit Blick auf die Förderung dieses 3-Sterne-Projekts jetzt endlich Klarheit besteht.“

Den Bewilligungsbescheid wird Minister Voigtsberger im Rahmen des Südwestfalentags am Sonntag, 25. September, in Lüdenscheid übergeben. „Freude pur“ äußerte der SPD-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas: „Das ist das Ergebnis langer und schwieriger Verhandlungen, die jetzt ein glückliches Ende gefunden haben – für Lüdenscheid und die Region.“

Geärgert hätten ihn allein die „destruktiven Äußerungen“ aus der Lüdenscheider CDU, als in der Sommerpause ein neuerliches Abspecken des Projekts gefordert war: „Solches Gerede kann die ganze Sache gefährden.“

Die jüngsten Kürzungen, die noch von der Stadt ausgearbeitet worden waren, seien Gegenstand der Verhandlungen gewesen, sagte Dudas.

„Sehr zufrieden“ zeigte sich Bürgermeister Dieter Dzewas: „Dank an alle aus meinem Haus, Dank an den Landtagsabgeordneten Gordan Dudas, der nicht über die Flure gelaufen ist, wie es gefordert wurde, sondern die richtigen Büros aufgesucht hat. Dank auch an die Gewerksschaftsseite mit Michael Hermund und Willi Brase, die uns immer unterstützt haben“

Jetzt gehe es darum, genau ins Kleingedruckte der Nebenbestimmungen zu gucken und das aktuelle Haushaltproblem zu lösen, um die städtischen Mittel für die Denkfabrik frei zu bekommen. Das sei ein großes, aber gemeinsam mit der Bezirksregierung hoffentlich lösbares Problem, so Dzewas.

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