Denkfabrik: Jetzt ist Tempo angesagt

Zeitplan gestrafft Zwischen 2012 und 2014 soll das gesamte Bildungsquartier „Denkfabrik“ am Bahnhof gebaut werden.

LÜDENSCHEID - Wegen der notwendig gewordenen Überarbeitung der Denkfabrik-Pläne in Lüdenscheid – also der Verkleinerung des geplanten Technikzentrums und dessen Verlagerung in die künftigen Phänomenta-Räume – müssen die Planer im Rathaus jetzt unter Hochdruck ihre Unterlagen überarbeiten. Doch das allein reicht nicht: Soll der letzte Termin am 25. Mai für die Anträge auf den dritten Regionale-Stern zur Finanzierung des Projekts und für eine Förderung aus EU-Wirtschaftsmitteln noch eingehalten werden, dann ist auch für die Lüdenscheider Politik Tempo angesagt. Das geht aus einer Bekanntgabe der Stadtverwaltung für den Hauptausschuss hervor.

Denn mit der neuen Umsetzungsstrategie fallen auch aktualisierte Kostenschätzungen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen an, die rathausintern zu prüfen und mit dem Landes-Wirtschaftsministerium abzustimmen sind. Mit alledem, so erklärt die Verwaltung weiter, werde sie bis zur ins Auge gefassten Beratung im Hauptausschuss am 9. Mai nicht mehr fertig. Stattdessen soll gleich der Stadtrat den Beschluss, die Anträge zu stellen, in seiner Sitzung am 23. Mai fassen.

Auch zur Langfrist-Planung ist jetzt ein strafferer Zeitplan entworfen worden: Kurz nach der Förderzusage soll der Bebauungsplan für das Bildungsquartier stehen, an dem bereits gearbeitet wird. Es folgen die Architektenwettbewerbe und bis Frühjahr 2012 die Ausschreibungen. Gebaut werden soll von 2012 bis 2014, wobei die Bauzeiten „knapp bemessen“ seien und das Risiko wetterbedingter Verzögerungen besteht. Alle Schlussrechnungen sollen bis Ende 2014 erstellt sein, denn sie müssen nach notwendigen Prüfungen „zwingend“ bis Silvester 2015 der Europäischen Union vorliegen.

Als Auslöser für die Überarbeitung und den damit jetzt entstandenen großen Zeitdruck nennt das städtische Papier verringerte Besucherzahlen der Phänomenta 2010 sowie Probleme, die Finanzierung der Betriebskosten für das Technikzentrum über den Förderzeitraum von 15 Jahren sicherzustellen.

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