„Denkfabrik“: Erster Baustein komplett

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Plan des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes "415 m über NN Denkfabrik"

LÜDENSCHEID - Zumindest auf dem Papier macht die „Denkfabrik“ sichtbare Fortschritte. Denn die Stadtverwaltung hat jetzt im Zuge eines gesamtstädtischen Stadtentwicklungskonzeptes auch den dringend erwarteten Rahmenplan für das Bahnhofsareal vorgelegt.

Damit ist der erste Baustein des Regionale-Projektes komplett. Das mehr als 100 Seiten starke Papier enthält eine Fülle an Informationen. Unter anderem gehen die Autoren noch einmal detailliert auf die weiteren Bausteine der „Denkfabrik“ ein. Neben dem Neubau einer Zweigstelle für die Fachhochschule Südwestfalen und ihrer Anbindung an das bereits vorhandene Netz der sogenannten An-Institute und an das Licht-Institut sowie der Erweiterung der Phänomenta ist unter anderem daran gedacht, einen „Showroom“ zu realisieren. Dieser soll den Instituten der Wirtschaft als Plattform für ihre Arbeit und Forschungsergebnisse zu den Themen Metall, Kunststoff und Licht dienen.

Bau eines Technikzentrums geplant

Darüber hinaus ist der Bau eines Technikzentrums vorgesehen, in dem Schülern Produkte und Herstellungsprozesse der heimischen Wirtschaft präsentiert werden können. Um die Phänomenta an die Bahnhofsalllee anzubinden, sind die Errichtung einer Fußgängerbrücke und der Bau einer Parkpalette mit rund 400 Stellplätzen geplant. Auch die Themen Licht und Wohnen spielen in dem Rahmenplan eine entscheidende Rolle.

Forum am Sternplatz: Abriss nicht ausgeschlossen

415m über NN Denkfabrik

Die Stadt möchte das Bahnhofsareals im Rahmen der Regionale 2013 in ein modernes Bildungs-, Forschungs- und Dienstleistungsquartier verwandeln. Der Titel des Projekts: „415m über NN Denkfabrik“. Das jetzt erarbeitete städtebauliche Entwicklungskonzept bildet die Grundlage für Anträge von Fördermitteln. Wie berichtet, belaufen sich die Kosten für die „Denkfabrik“ auf deutlich mehr als 20 Millionen Euro. Politik und Verwaltung hoffen jedoch auf eine Förderquote in Höhe von 90 Prozent. Am nächsten Mittwoch soll der Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt das Entwicklungskonzept absegnen, am 3. Mai dann der Rat.

In die bereits vorhandene Infrastruktur sind ebenfalls erhebliche Investitionen geplant, die sogar noch über das eigentliche Bahnhofsgelände hinausgehen. Wie aus dem Papier hervorgeht, berühren einzelne Vorschläge allerdings auch die Interessen Dritter. Gerne sähe die Stadt zum Beispiel, wenn der provisorische Parkplatz an der Martin-Niemöller-Straße bebaut würde, „um den Wohnstandort Innenstadt durch eine attraktive Wohn- und Dienstleistungsnutzung“ zu stärken und gleichzeitig „eine verbesserte Fußwegeverbindung vom Bahnhof zum Rathausplatz“ zu ermöglichen. Auch eine „grundsätzliche Neuorientierung“ des Forums am Sternplatz regen die Planer an. „Falls keine Lösung gefunden wird: Abriss und Neubebauung unter Beibehaltung der Fußgängerbrücke zum Parkhaus“, heißt es auf Seite 93 des Papiers ganz lapidar.

Neuer Standort der Volkshochschule

Auch einen neuen Standort der Volkshochschule bringen die Stadtplaner ins Gespräch. Sie sei ein wichtiger Bildungsträger und ergänze somit die Bausteine der „Denkfabrik“, heißt es im Rahmenplan. Die Konsequenz: „Die VHS könnte im Entwicklungsbereich Bahnhof untergebracht werden.“

Das komplette Entwicklungskonzept ist zu finden auf der Internetseite der Stadt. - wil

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