Denkfabrik: Der dritte Stern für Lüdenscheid ist da

Zur Stern-Stunde im Rathaus: (v.l.) Dr. Walter Hueck, Bürgermeister Dieter Dzewas und Landrat Thomas Gemke.

LÜDENSCHEID - Obwohl es zu erwarten war: Riesenfreude herrschte gestern im Bürgermeisterzimmer, als Landrat Thomas Gemke den dritten Regionale-Stern nach Lüdenscheid brachte. Denn dieser hart erkämpfte Himmelskörper bedeutet Fördergelder für das größte Lüdenscheider Bauprojekt seit vielen Jahren. Die Denkfabrik hat grünes Licht.

Voll des Lobes zeigte sich der Regionale-Ausschuss, der über die Vergabe zu entscheiden hatte: Stadt und Phänomenta hätten das Projekt seit dem ersten Stern „deutlich weiterentwickelt“. Das Konzept sei gut nachvollziehbar und in sich schlüssig, von hoher Qualität und beteilige die Bürger regelmäßig, verlas Gemke die Laudatio des Ausschusses vor zahlreichen Beteiligten.

„Dr. Hueck ist ein Visionär“

Neben der städtischen Projektgruppe um den „Glücksfall“ Pina Giordano, bei der sich Dzewas später ausdrücklich bedankte, und dem Phänomenta-Team zählte dazu Dr. Walter Hueck, Mentor der Phänomenta. Auf ihn geht auch die Idee des Foucaultschen Pendels zurück, dessen Turm auf dem künftigen Lichtmuseum am Bahnhof 70 Meter hoch in den Himmel ragen soll. „Dr. Hueck ist ein Visionär“, lobte Bürgermeister Dzewas und setzte hinzu: „So nahe wie jetzt waren wir dem Pendel noch nie!“

Thomas Gemke wies indes darauf hin, dass mit dem sternenfunkelnden Zugang zu den Fördergeldern des Landes noch nichts über deren Höhe ausgesagt sei. Ob es die erhofften Regionale-Fördersätze von 90 Prozent und 70 % bei den Städtebaumitteln geben wird, steht noch in den Sternen, oder besser: in den ausstehenden Bewilligungsbescheiden, die nach der Sommerpause erwartet werden. 

„Die Gelder sollten bald fließen“

„Hier hakt es noch bei den Geldern aus dem Ziel-II-Programm“, weiß Dzewas. Wenn sich die Parteien in Düsseldorf aber so zusammenrauften wie beim Schulkompromiss, „dann sollten die Gelder bald fließen“, wies der Bürgermeister auf die Dringlichkeit hin. „Wir müssen Ende 2014 fertig sein und stehen unter einem Riesen-Zeitdruck. Am besten bringt der Minister zum Südwestfalentag am 25. September ein Bündel von Bewilligungen in der richtigen Höhe mit nach Lüdenscheid, damit es richtig losgehen kann.“ Dass das auch anders geht, zeige sich derzeit beim Werkzeugbau-Institut, das alle Vorarbeiten erledigt habe, aber schon länger auf Mittel aus Düsseldorf warte.

Spannende Lernangebote für junge Forscher

Die Denkfabrik soll ein hochwertiger Bildungsstandort werden, der spannende Lernangebote für junge Forscher aus Kindergärten, Schulen und Hochschulen schafft. Sie soll helfen, den Fachkräftemangel der Industrie einzubremsen, mit der sie ebenso kooperiert wie mit der am Bahnhof entstehenden Fachhochschule. Dzewas dankte allen Beteiligten – und bezog die Landtagsabgeordneten Angela Freimuth und Gordan Dudas, „den Minister Voigtsberger inzwischen als fast schon lästigen Abgeordneten kennengelernt hat“, sowie dessen Vorgänger Bernd Schulte ausdrücklich ein. - hgm

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