Denkfabrik: Minister angetan von Fortschritten

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SPD-Landesarbeitsminister Guntram Schneider (links) überzeugte sich von den Fortschritten rund um die Denkfabrik.

LÜDENSCHEID - Sehr angetan von der Entwicklung um die Denkfabrik zeigte sich am Montag NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD). In der Cafetéria der Phänomenta nutzten Bürgermeister Dieter Dzewas, Projektleiter André Westermann und Dipl.-Ing. Stefan Schmidt, Geschäftsführer des Kunststoffinstituts, die Gunst der Stunde, um dem Gast aus Düsseldorf die jüngsten Entwicklungen rund um das Lüdenscheider Großprojekt zur Regionale 2013 nahezubringen.

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Für den Besuch gesorgt hatte Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur: Er hatte Schneider auf dem Sommerfest der NRW-Vertretung in Brüssel ans Herz gelegt, sich die rasante Entwicklung in Lüdenscheid einmal genauer anzusehen. Dabei konnte sich der Minister noch gut an die Anfänge der Denkfabrik erinnern: „Da haben wir mal am Taxistand auf der Bahnhofsallee die Finanzierungsmöglichkeiten besprochen.“ Damals standen weder die Fachhochschule noch der Dial-Neubau.

Einige Förder-Millionen später konnte sich Schneider jetzt die gerade begonnene Erweiterung des Science-Centers ansehen. Besonders gespannt zeigte er sich indes auf einen Baustein, der noch nicht zu sehen ist: „Das Technik-Zentrum für Kinder und Jugendliche finde ich besonders spannend. Denn wir müssen die MINT-Fächer nach vorne bringen!“

MINT steht für Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Laut Schneider kann gerade die praktische Anwendung dieser Kenntnisse junge Menschen für gewerblich-technische Berufe entflammen. Bei jungen Frauen sei das nötiger denn je: „In Berufswunsch-Umfragen stehen da weiter die Friseurin oder die Floristin ganz oben.“

Dirk Glaser bezeichnete das Zentrum als neuen Anlaufpunkt für die Begegnung von Schule und Wirtschaft. Man hoffe dadurch auf Klebe-Effekte: „Dass junge Leute anderswo studieren, ist ja völlig in Ordnung. Dass so viele dann aber nicht mehr zurückkehren, schafft uns ein großes Fachkräfteproblem.“

Den ungewöhnlichsten Weg, dies zu lindern, stellte dann Stefan Schmidt für das Kunststoffinstitut vor. Dessen „Polymer Training Centre“ soll als Internat ein regional und überregional angelegtes Schulungsangebot anbieten. Bis zu 150 Plätze will man an der Lutherstraße einrichten.

Der Wettbewerb von fünf Planungsbüros laufe, die Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen, sagte Schmidt. Förderanträge beim Land lägen vor – in Guntram Schneiders Ministerium.

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