Denkanstöße beim 5. Lüdenscheider Brustkrebstag

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Etwa 60 Interessierte waren der Einladung zum 5. Lüdenscheider Brustkrebstag ins Seminarzentrum des Klinikums Lüdenscheid gefolgt.

Lüdenscheid - Diagnose Brustkrebs – für betroffene Frauen eine schmerzliche Erfahrung. Dass es aber durchaus ein Leben „danach“ gibt und sich keine Frau allein gelassen fühlen muss, das wurde am Mittwoch im Seminarzentrum des Klinikums Hellersen deutlich: Zum mittlerweile 5. Mal hatte das Märkische Brustzentrum in Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe zum Lüdenscheider Brustkrebstag eingeladen.

„Leben schreibt man groß“ war die Veranstaltung überschrieben, in der es erstmals nicht um die „knallharte Medizin“ ging, sondern vielmehr mögliche Bewältigungsstrategien im Fokus standen. Aber auch dem Austausch mit Betroffenen, Ärzten und Dienstleistern rund um das Thema Brustkrebs wurde an diesem Nachmittag viel Zeit eingeräumt. Der Dank von Dr. Wilhelm Steinmann, Direktor der Frauenklinik, galt daher allen Beteiligten, allen voran Annette Andrejewski, Leiterin der Selbsthilfegruppe nach Brustkrebs, sowie Annette Hanisch vom Klinikum.

Als Referentinnen zu Gast waren zum einen Maria Colgan, ehemalige EU-Beamtin und Autorin, die extra aus Brüssel angereist war, um aus ihrem Buch „’Leben’ schreibt man groß“, einem Erfahrungsbericht zwischen Krebsdiagnose und Genesung, zu lesen. Zum anderen war Rendel Simon, Diplom-Pädagogin und Leiterin der psychologischen Beratungsstelle Lessingstraße, eingeladen, deren Vortrag mit „Resilienz – was ist das?“ überschrieben war.

„Die Veranstaltung hat in den vergangenen Jahren großen Anklang gefunden“, erklärte Dr. Steinmann. „Das Besondere dieses Mal ist, dass es nicht um Neues aus der Medizin geht, sondern vielmehr um die Frage, wie es für eine Patientin nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weitergeht. Denn dann ist sie oftmals ein wenig allein. Durch die Vorträge soll es Denkanstöße geben, wie die betroffenen Frauen und ihr Umfeld im Alltag mit der neuen Situation umgehen können.“ - kes

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