Ein deutliches Zeichen

500 bei Anti-Pegida-Demo in Lüdenscheid

Auf dem Rathausplatz sammelten sich die Demonstranten. Die Organisatoren wollten ein Zeichen gegen Pegida setzen und für ein gewaltfreies Miteinander. Das betonten mehrere Redner auf dem Weg.

Lüdenscheid - Es war als „Lüdenscheid gegen Pegida“-Demo geplant. Es wurde mehr: ein deutliches Zeichen des bunten Miteinanders, für eine Willkommenskultur, gegen jede Art von Gewalt und Hass mit schätzungsweise 500 Teilnehmern.

Die Zahl nannte die Einsatzleitung der Polizei, die den vom Bündnis gegen Rechts organisierten Demonstrationszug am Montag auf seinem Weg vom Rathausplatz über Sauerfeld, Rosengarten, Wilhelmstraße und durch die Altstadt zurück zum Sternplatz begleitete. Unterbrochen wurde der Marsch bei Nieselregen und Kälte durch Redestopps unter anderem am Rosengarten. Dort warnte Matthias Wagner von der Friedensgruppe eindringlich davor, sich von Ängsten und Hass leiten zu lassen und die Werte des Grundgesetzes nur auf einige, nicht auf alle anwenden zu wollen.

Das „Vielfalt statt Einfalt“-Plädoyer für eine weltoffene, multikulturelle Stadt zog sich durch die mitunter trotz Megaphon-Unterstützung nur schlecht zu verstehenden Reden. Es gebe viele Wege, Unterstützung zu geben, betonte Wagner und lud zur Mitwirkung ein, sei es in den Gemeinden oder in Vereinen, die schon längst erfolgreich zeigten, wie Zusammenleben funktioniere – zum Beispiel bei „Wir hier“. Man brauche mutige Menschen, die für Menschenrechte und Solidarität einträten.

Vielfalt statt Einfalt

Für die Sache trat ein bunter Querschnitt durch die Bevölkerung der Stadt ein: viele verschiedene Nationalitäten, Jung und Alt, Geschäftsleute und Politiker, Gewerkschafter und engagierte Bürger, Friedensaktivisten und Passanten. „Es ist“, so hatte Michael Thomas-Lienkämper (Die Linke) zuvor betont, „eine symbolische Maßnahme. Wir hoffen, dass es ankommt bei den Lüdenscheidern.“ Das tat es. - sum

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