Demenz-Reihe: Schauspieler von Roëll im Kulturhaus

Brigitte Wiesner-Ganz, Wichart von Roell, Susanne Schübel und Horst Löwenberg (v.l.) freuen sich auf die Demenzveranstaltung „Zwei Zucker“.

Lüdenscheid - Schauspieler Wichart von Roëll, bekannt aus der Serie "Klimbim", kommt ins Kulturhaus. Dort wird am 3. November der Film "Zwei Zucker" gezeigt, in dem von Roëll die Hauptrolle spielt. In dem Film geht es um Demenz. Nach der Vorführung gibt es ein Gespräch mit dem Schauspieler.

Demenz ist eine Krankheit, die immer mehr in den Fokus rückt, mit der sich aber niemand frühzeitig beschäftigen möchte. Welche vielfältigen Möglichkeiten es aber trotz einer Erkrankung gibt – und zwar für Betroffene und Angehörige – und wie man würdevoll mit ihr und ihren Folgen umgehen kann, dafür wirbt die Veranstaltungsreihe „Zwei Zucker“. In Kooperation mit „Der Paritätische“ sowie dem Verein „ID55 – anders alt werden“ mit Sitz in Herne findet die Veranstaltung am kommenden Dienstag, 3. November, um 17 Uhr im Violetten Saal des Kulturhauses statt.

Und die Initiatoren bringen einen bekannten Gast mit: Schauspieler Wichart von Roëll, bekannt aus der Serie „Klimbim“, ist Hauptdarsteller des preisgekrönten Kurzfilms „Zwei Zucker“, der sich äußerst gefühlvoll, ohne jedoch zu beschönigen, mit dem Thema Demenz auseinandersetzt. Und so verbindet die Veranstaltungsreihe die Vorführung des 15-minütigen Films mit einem anschließenden Künstlergespräch sowie einer Podiumsdiskussion. Dort werden Dr. Ronald Bottlender von den Märkischen Kliniken, Torsten Sauer von der Pflegeberatung des Märkischen Kreises sowie Bärbel Neuhaus, die ihren an Demenz erkrankten Partner gepflegt hat, zu Wort kommen. Sie möchten Fragen zum Thema beantworten und mit den Gästen ins Gespräch kommen – persönlich und doch ungezwungen.

„Und die ersten Veranstaltungen haben gezeigt, dass das Interesse ungeheuer groß ist und die Gäste schnell ihre Scheu verlieren“, freut sich Wichart von Roëll über den Erfolg der Reihe, die neben acht Städten im Ruhrgebiet nun auch Station in Lüdenscheid macht. Zur großen Freude von Kreisgruppengeschäftsführer Horst Löwenberg. „Ich freue mich sehr, dass das geklappt hat. Und wir möchten diese Veranstaltung als Impuls nutzen und nachhaltig begleiten“, verweist er darauf, dass es derzeit noch keine Demenz-Selbsthilfegruppe beim „Paritätischen“ gibt.

Ängste abbauen, Möglichkeiten aufzeigen – das hat sich auch der Verein „ID55“ auf die Fahnen geschrieben, dessen Gründerin Susanne Schübel vor allem die „jungen Alten“ ansprechen möchte. In Wichart von Roëll, der den Kurzfilm über Klara und ihren an Demenz erkrankten Mann Anton als Debut-Film gedreht hat, hat sie schließlich einen prominenten Partner gefunden – und die Veranstaltungsreihe entwickelt. Schirmherrin ist NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens. „Das Konzept verbindet künstlerisches Schaffen mit der Auseinandersetzung über ein gesellschaftlich bedeutsames Thema und möchte auf eine neue Weise die Auseinandersetzung mit der Volkskrankheit Demenz ermöglichen“, so Schübel.

Der Eintritt zu dem Abend ist frei, ein Gebärdendolmetscher wird vor Ort sein.

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