Dehoga-Versammlung: „Alle Uhren auf Null“

Dehoga-Ortsverbandsvorsitzender Heinz-Walter Kaufmann (r.) und Lars Martin (2.v.r.), Geschäftsführer für den Bereich Westfalen, begrüßten gestern im Hotel Mercure nur neun Mitglieder zur Versammlung. Insgesamt sind es in Lüdenscheid rund 70.

LÜDENSCHEID ▪ Die Mitglieder des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) im Ortsverband Lüdenscheid befürchten Verschlechterungen für ihre Betriebe.

Sei es durch eine Verschärfung des Nichtraucherschutzgesetzes oder durch die Auswirkungen der so genannten Hygiene-Ampel, die verschärfte Kontrollen durch Lebensmittelkontrolleure vorsieht. Lars Martin, Geschäftsführer für Dehoga-Westfalen, forderte am Mittwoch klare Standards und objektive Prüfkriterien ein. Schmutzfinken solle man den Laden zumachen. „Aber es kann auch nicht sein, dass durch die Anforderungen der Ampel Betriebe verbrannt werden.“ Doch momentan liegen alle Veränderungen auf Eis. Erst nach den Neuwahlen am 13. Mai werde man sehen, wie es weiter geht. „Zurzeit ist nichts in Stein gemeißelt“, sagte Martin.

Das gilt auch für das Nichtraucherschutzgesetz. Während SPD, Grüne und Teile der Linkspartei für ein Rauchverbot sind, halten FDP und CDU die bestehenden Regelungen für ausreichend.

Unsicherheit herrscht unter den Gastronomen und Hoteliers auch darüber, wann beim Catering eine Mehrwertsteuer von sieben und wann eine von 19 Prozent angerechnet werden kann. Die recht magere Resonanz auf die Mitgliederversammlung am Mittwochmorgen im Hotel Mercure unter der Leitung des Ortsverbandsvorsitzenden Heinz-Walter Kaufmann zeigte einmal mehr, dass sich viele als Einzelkämpfer sehen und die Dienste des Verbandes nur bei Rechtsberatungen in Anspruch nehmen.

Dennoch ließen sich die Anwesenden dadurch nicht davon abhalten, vor Ort erneut einige Aktionen anzugehen, um für sich in der Öffentlichkeit zu werben. So soll es in Restaurants, die dem Verband angehören, im Juli und August wieder regionale Drei-Gänge-Menüs geben, diesmal – angelehnt an das laufende Jahr – zum Preis von 20,12 Euro. Auch eine Veranstaltung für einen guten Zweck ist wieder vorgesehen. Wie berichtet, hatte der Verband in der Vergangenheit schon einmal zur Weihnachtszeit zu einem Gänseessen für Familien der Lüdenscheider Tafel eingeladen. Wie und wofür es diesmal sein wird, steht noch nicht fest.

Auch auf der Ausbildungsmesse am 25. September von 11 bis 18 Uhr im Kulturhaus will sich der Dehoga-Ortsverband präsentieren.

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