Dauerwelle: Friseurin Angela Bichler feiert seltenes Jubiläum

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Lüdenscheid - Seltenes Jubiläum im Friseursalon: Angela Bichler hatte vor 40 Jahren ihren ersten Arbeitstag.

Die Kurzhaarfrisur sitzt, die Augen strahlen, Geschenke warten, und die goldene Ballon-40 bewegt sich leicht im Luftzug, als sich die Tür zum Salon kurz öffnet: Gestern drehte sich zu Beginn des „här“ by Bubert-Arbeitstages ausnahmsweise alles um eine Kollegin, bevor wieder die Kundinnen im Mittelpunkt standen. 

Genau vor 40 Jahren hatte Angela Bichler ihren ersten Arbeitstag bei Bubert. Damit ist sie die Erste überhaupt, die dieses seltene Arbeitsjubiläum dort feiern kann. „Ich habe bei Udo Hoffmann gelernt“, erzählt sie in einer kurzen Atempause. Direkt nach der Lehre wechselte sie zu Bubert, war in den ersten Arbeitswochen noch im Geschäft am Bräucken im Einsatz und zog dann mit ins Forum.

Inzwischen liegt ihr Arbeitsplatz am Rosengarten, manchmal aber auch in der Dependance in Herscheid. Dort hilft sie Samstag zum Beispiel aus, weil Not am Mann ist.

Am Freitag hatten die Kolleginnen sie mit einem Trick eine halbe Stunde früher ins Geschäft gelockt, um etwas Ruhe für Torte und gute Wünsche zu haben – eine Stammkundin wolle unbedingt den 9-Uhr-Termin. Natürlich war Angela Bichler da – und die Überraschung groß.

Die Kolleginnen hatten für eine Reise gesammelt, die Chefin einen Gutschein beigesteuert, und eine kleine Leuchte von der Freiheitsstatue verriet, wohin es denn irgendwann gehen soll: nach New York. „Da war ich 1998 schon einmal, da hat es mir super gut gefallen. Meine Kollegen haben immer so coole Ideen“, sagte sie gerührt.

Viereinhalb Jahre wird sie, die am liebsten Kurzhaarfrisuren schneidet, noch Vollzeit dabei bleiben. Danach soll ein fester Freitag dem Ruhestand noch Kontur geben: „Dann freuen sich die Stammkunden“, sagt die Jubilarin. Denn gerade die Älteren liebten ihre kleinen Routinen: Der Friseurbesuch am Freitag gehört dazu. Und natürlich die gewohnte, geschickte Hand am Haar.

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