Gremium fährt nach Attendorn

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Altbacken und nicht mehr zeitgemäß präsentiert sich die Dauerausstellung in den Museen.

Lüdenscheid - Vor Weihnachten fand die konstituierende Sitzung statt – heute machen sich heimische Kulturpolitiker auf den Weg nach Attendorn. Das alte Rathaus der Stadt Attendorn, errichtet in der Mitte des 14. Jahrhunderts, beherbergt heute das historische Museum für Kunst und Kulturgeschichte des Kreises Olpe.

Die dortige Leiterin, Monika Löcken, wird die Gäste aus Lüdenscheid durch das Haus führen.

Überarbeitet werden soll die Dauerausstellung des Geschichtsmuseums an der Sauerfelder Straße. In der Kulturausschuss-Sitzung im November einigten sich die Politiker nach einer Begehung darauf, dass der überalterte Zustand der Dauerausstellung im Obergeschoss der Museen nicht mehr zeitgemäß ist und einer dringenden Verjüngungskur bedarf. Eindrucksvoll hatte Museumsleiter Dr. Eckhard Trox, der heute in Begleitung von Michaela Ernst mit nach Attendorn fährt, den Kommunalpolitikern vor Augen geführt, dass die Exponate der Dauerausstellung zwar von Wert sind, aber so nicht mehr zeitgemäß präsentiert werden können. Im Anschluss gründete sich ein Begleitgremium, das sich künftig um die Neukonzeption kümmern wird.

„Grundlegende Weichen sind inzwischen gestellt“, so Trox gegenüber unserer Zeitung. In Attendorn wolle man sich über die Ausstellung, aber auch nach den Schwierigkeiten, Konzept und Finanzierung erkundigen. Im Zuge der weiteren Arbeit wird das Gremium auch noch andere Museen besuchen, deren Dauerausstellungen aus den 70er- oder 80er-Jahren stammten und die neu konzipiert wurden. Allerdings: Eins zu eins umsetzen lässt sich kaum ein anderes Konzept, schätzt der Lüdenscheider Museumsleiter ein, da seien die Vorstellungen zu unterschiedlich.

Die neue Dauerausstellung in den Museen der Stadt Lüdenscheid soll sowohl multimediale als auch inszenatorische Komponenten enthalten. Zwischenberichte aus den Reihen des überparteilichen Begleitgremiums werden im Sommer erwartet. - rudi

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