Dauerausstellung: Entscheidung vertagt

Die Arrestzellen im Keller des Alten Rathauses

LÜDENSCHEID - Noch keine fünf Minuten alt war die Sondersitzung des Kulturausschusses am Abend im Kulturhaus, als Otto Bodenheimer für die Grünen beantragte, die Sitzung zu unterbrechen und Matthias Wagner, Vorsitzender des Vereins Ge-Denk-Zellen Altes Rathaus, das Wort zu erteilen, um anschließend die Diskussion zu vertagen.

Vorangegangen war eine laute, öffentliche Debatte über die Kosten der Realisierung einer Dauerausstellung zur NS-Zeit in Lüdenscheid in den ehemaligen Arrestzellen der Polizei im Keller des Alten Rathauses. Die Stadt hatte Kosten in Höhe von 122 000 Euro ermittelt. Obwohl in den Reihen der CDU Unmut laut wurde, man habe diese Sondersitzung eigens für diesen Tagesordnungspunkt anberaumt und solle nun vertagen, stimmten auch die Christdemokraten zu.

Matthias Wagner erläuterte schließlich in seinem Antrag, dass dem Verein sehr wohl bewusst sei, dass in Zeiten knapper Kassen auch derartige Projekte unter finanziellem Vorbehalt stehen müssten. Er bedauerte, dass dem Verein die Kalkulation der ZGW sehr kurzfristig zugegangen sei. Daher sei es nicht möglich gewesen, zur Sondersitzung eine detaillierte Stellungnahme zu erarbeiten. Doch die Summe zeige auch deutlich, dass die Stadtverwaltung bei ihrer Kalkulation von einem weitaus aufwändigeren Konzept für die Gedenkzellen ausgeht als der Verein. - rudi

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