Das richtige Material für die Holzterrasse

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Eine schöne Holzterrasse lädt zum Entspannen ein. Mit dem richtigen Holz und einer regelmäßigen Pflege haben Sie lange Freude daran.

Eiche, Lärche oder Teak: Viele Holzarten eignen sich für den Bau einer Holzterrasse. Einheimische Hölzer sind günstig und mit einer speziellen Beschichtung lange haltbar. Entscheiden Sie sich für Tropenholz, sollte es FSC-zertifiziert sein. Was Sie sonst noch beachten sollten, lesen Sie hier.

Eine Holzterrasse selbst zu bauen, ist eine besondere Herausforderung. Handwerkliches Können und eine detaillierte Planung sind dabei unabdingbar. Damit Sie sich täglich an der Holzterrasse erfreuen können, sollten Sie die Holzarbeiten bei einer geprüften Firma in Auftrag geben. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die unterschiedlichen Holzarten, bevor Sie einen Handwerkertermin vereinbaren.

Verschiedene Härtegrade für Holz

Für Ihre Holzterrasse benötigen Sie ein witterungsbeständiges und robustes Holz, da es über Jahre hinweg Wind und Wetter ausgesetzt ist. Eine Orientierungshilfe bietet die Norm DIN EN 350-2. Sie teilt die Holzarten in Resistenzklassen von sehr dauerhaft (Klasse eins) bis nicht dauerhaft (Klasse fünf) ein. Je nach Klasse liegt die Haltbarkeit etwa zwischen 25 und fünf Jahren.

Heimische Hölzer für die Holzterrasse

Heimische Hölzer sind billiger als Tropenhölzer, aber auch weicher. Durch eine spezielle Behandlung werden Buche oder Kiefer aber fast so haltbar wie Teak. Dafür wird das Holz unter Sauerstoffmangel auf mindestens 160 Grad erhitzt. Holzhändler verkaufen es dann als Thermoholz, das weniger Feuchtigkeit aufnimmt, langsamer fault und resistenter gegen Pilzbefall ist. Mit diesen Eigenschaften eignet sich auch heimisches Holz für Terrassen. Die gängigsten einheimischen Hölzer sind:

  • Eiche zählt zum Hartholz, ist einfach zu beschaffen und günstig. Sie zeichnet sich durch ihre rustikale Optik und altersbedingte Farbunterschiede aus.
  • Robinie ist schwerer und härter als Eichenholz und damit haltbarer. Allerdings ist sie auch teurer. Unter den heimischen Hölzern ist sie für die Holzterrasse die erste Wahl.
  • Douglasie ist ein helles und eher weiches Holz. Ihr Harz und die ätherischen Öle machen Douglasie resistent gegen Pilz- und Insektenbefall.

Tropenhölzer für die Holzterrasse im Überblick

Tropenhölzer eignen sich aufgrund ihrer Härte besonders gut für einen dauerhaften Einsatz im Freien und damit für Holzterrassen. Entscheiden Sie sich für Tropenholz, sollten Sie auf die FSC-Zertifizierung achten. Der Forest Stewardship Council (FSC) setzt sich für eine umweltfreundliche, sozialförderliche und ökonomisch tragfähige Bewirtschaftung von Wäldern ein.

  • Bangkirai ist ähnlich dauerhaft wie Eiche. Allerdings blutet das Holz oft aus, was Hausfassaden verfärben kann, wenn die Holzterrasse unmittelbar daran anschließt.
  • Massaranduba ist ein sehr hartes und schweres Holz mit einer blass- bis tiefroten Färbung.
  • Itaúba ist gelb- bis kaffeebraun und gelegentlich punktförmig verfärbt. Vor allem dicke Dielen neigen zu Rissen an der Oberfläche.
  • Ipê wird aufgrund seiner feinen Maserung und der gelb-, rot- und olivbraunen Schattierung als brasilianischer Nussbaum bezeichnet. Wie die anderen Hölzer ist es sehr hart, resistent gegen Pilze, Insekten und Fäulnis.

So pflegen Sie Ihre Holzterrasse richtig

  • Entfernen Sie Schmutz und Laub aus den Fugen und dem Unterbau, damit sich keine Feuchtenester bilden. Diese führen schnell zu Pilzbefall.
  • Kehren Sie die Holzterrasse regelmäßiges ab, um der Algenbildung auf schattigen Flächen vorzubeugen.
  • Bereits angegraute Dielen hellen Sie mit speziellen Reinigungsmitteln auf. Danach behandeln Sie die Holzterrasse mit Öl, sodass sich der Vergrauungsprozess verlangsamt.
  • Den Hochdruckreiniger sollten Sie nicht einsetzen, da er die Holzoberfläche angreift. Sie reißt und splittert dann schneller. Besser eignet sich ein Gartenschlauch mit weichem Strahl.

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