Feiertags-Ausflüge

Corona-Vatertag: Das ist die Bilanz in Lüdenscheid

Nach 40 Kilometern beendeten die Freunde Toni und „Sale“ am Steakhaus Piepersloh ihre Fahrradtour.
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Nach 40 Kilometern beendeten die Freunde Toni und „Sale“ am Steakhaus Piepersloh ihre Fahrradtour.

Zu zweit statt mit dem Löschzug, Flaschenbier „to go“ statt Frischgezapftes im Biergarten und ein Sicherheitsdienst an den Ausflugslokalen: Der Vatertag fiel auch in diesem Jahr Corona-bedingt anders aus.

Lüdenscheid - Allein, zu zweit, mit der Familie und im engsten Freundeskreis – Corona und den damit verbundenen Einschränkungen geschuldet – unternahmen viele Lüdenscheider am Himmelfahrtstag Wanderungen und Radtouren in die nächste Umgebung. Das Positive dabei: Die Mehrheit hielt sich an die geltenden Regeln.

Lob von den Ordnungskräften

„Wir können nur ein großes Lob aussprechen: Die Leute haben sich alle an die geltenden Regeln und Kontaktbeschränkungen gehalten.“ Wie Stadtsprecher Sven Prillwitz erklärte, seien die Kräfte des Ordnungsamtes zwar im personell üblichen Rahmen unterwegs gewesen, hätten jedoch verstärkt die an Himmelfahrt beliebten Treffpunkte angefahren. Verstöße hätten sie dort – auch nach Meldung zweier größerer Gruppen – jedoch nicht festgestellt.

Lediglich vier Personen seien – ganz unabhängig vom Vatertag – in der Innenstadt sowie auf einem Spielplatz ohne oder mit falsch getragene Maske erwischt worden. Auf sie wartet nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren und Bußgeld von mindestens 60 Euro.

„Normalerweise bin ich mit dem Löschzug unterwegs“, meinte Marvin Bahr, der diesmal „nur“ mit einem Freund auf Tour war. „Vor vier Monaten bin ich Papa geworden – und jetzt darf ich nicht.“ Ganz verzichten auf die traditionelle Wandertour am Vatertag mochte er dennoch nicht. Von der Kluse zur Fuelbecker Talsperre ging die Tour.

Zum Mitnehmen, auf die Hand, holten sich die beiden Ausflügler unterwegs bei Christiana „Nanni“ Lange und Jürgen Wigginghaus in „Nanni’s Kirchhahn“ eine kleine Stärkung. Waffeln, Kuchen, Frikadellen im Brötchen, Kaffee, Softdrinks und Flaschenbier „to go“ hielt das Lokal für die Ausflügler bereit. Auf den vorgeschriebenen Abstand beim Verzehr achtete ein Sicherheitsdienst. Noch weiter ging der Wanderausflug von Familie Schmitz, deren Ziel Altena war. „Das Wetter passt. Zurück fahren wir allerdings mit dem Bus.“

Für „das beste Spanferkel“, am Drehspieß gegrillt, fand das Team von Mate Renic am Steakhaus Piepersloh am Vatertag auf Vorbestellung reichlich Abnehmer. „Wir kommen jedes Jahr“, meinte Familie Trimpop, die zur Abholung vor Ort war. Normalerweise grillt das Restaurant am Vatertag zehn Strohschweine. Das eine, das diesmal am Spieß brutzelte, war heiß begehrt.

Sicherheitsdienste an den Ausflugslokalen

Auch hier hatte ein Sicherheitsdienst ein Auge darauf, dass sich keine größeren Gruppen vor dem Restaurant versammelten. Abseits des Grills hatten sich die beiden Radfahrer Toni und „Sale“ ein Plätzchen zum Ausruhen gesucht. Nach 40 Kilometern Fahrt beendeten sie am Steakhaus ihre Tour, die über die Homert, Stilleking, Fürwigge- und Versetalsperre ging. „Vor dem Regen machen wir jetzt Schluss.“

Große, feucht-fröhliche Wandergruppen mit Bollerwagen wie sonst am Vatertag waren aufgrund der Kontaktbeschränkungen zumindest am Vormittag nicht zu sehen – auch nicht an den sonst vielfach angesteuerten Treffpunkten.

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