Darum wollen die Märkischen Werkstätten nicht mehr Werkstätten heißen

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Geschäftsleiter Christoph Pasch (links) und die Beschäftigten der Betriebsstätte Freisenberg freuen sich über den neuen Namen ‚Studjo‘.

Märkischer Kreis – Die Märkischen Werkstätten im Johanneswerk firmieren gemeinsam mit den Altenbochumer Werkstätten zukünftig unter dem Namen „Studjo“.

Das teilen die Märkischen Werkstätten mit. Man verstehe sich professioneller Dienstleister und Qualifizierungsanbieter für Menschen mit Beeinträchtigungen. „Wir haben festgestellt, dass der Begriff ‚Werkstatt‘ stigmatisiert und viele negative Bilder in den Köpfen der Menschen auslöst“, erklärt Christoph Pasch, Geschäftsleiter der Region Behindertenhilfe Arbeit. 

Der Prozess der Namensfindung bis zum einheitlichen Markenauftritt habe über ein Jahr gedauert. Der neue Name sollte nicht nur den Veränderungen durch das Bundesteilhabegesetz Rechnung tragen, sondern auch einen Bezug zum Johanneswerk herstellen – deshalb wurde beim neuen Namen die Endung –io durch das -jo vom Johanneswerk ersetzt. 

„Am Anfang hatte ich mit dem neuen Namen ein etwas mulmiges Gefühl, da die Altenbochumer und die Märkischen Werkstätten auf eine lange Geschichte und Tradition zurückblicken. Aber Studjo wurde von Beschäftigten und Mitarbeitenden gleichermaßen positiv aufgenommen“, sagt Christoph Pasch. 

Seit 2011 arbeiten beide Werkstätten zusammen, haben eine Geschäftsleitung und viele Mitarbeitende, die an beiden Standorten tätig sind. Insgesamt arbeiten 1100 Menschen mit Beeinträchtigung in den acht Betriebsstätten in Bochum und im Märkischen Kreis (Freisenberg, Kerkhagen, Kierspe, Schalksmühle, Wefelshohl und Werdohl).

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