Das Menschliche ist wichtiger

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Lieder einzustudieren, die an Gottes Liebe erinnern, ist Darius Rossol wichtig.

LÜDENSCHEID - Darius Rossol leitet seit 25 Jahren erfolgreich Gospel-Workshops für Kinder und Erwachsene. In der Christlichen Gemeinde Eduardstraße war der Musiker aus Hannover auf Einladung der Leiterin des Gemeindechores, Ulrike Kran, bereits zum zweiten Mal zu Gast.

An dem Gospelworkshop teilnehmen konnten neben Mitgliedern des Chores der Gemeinde auch Interessierte, die nicht fest im Chor singe. Den Kontakt mit dem Musiker knüpfte Diane Lüsebrink, die als Pianistin in der Gemeinde tätig ist. Für Darius Rossol ist bei der Gospel-Musik der Weg das Ziel. „Mir ist es nicht so wichtig, dass die einzelnen Lieder nach einem Workshop öffentlich präsentiert werden“, meint der Musiker, „mich interessiert es vielmehr, gemeinsam mit den Menschen Lieder einzustudieren, die an Gottes Liebe erinnern.“ Auch die zahlreichen Gospel-Songs, die im Rahmen des Workshops einstudiert wurden, waren ausschließlich in einem Sonntags-Gottesdienst zu hören. Dennoch arbeitete Rossol sehr intensiv mit den Sängern, um Klassiker wie „Take me to the water“, „Amazing Grace“ oder „Kumbaya my Lord“ ausdrucksstark singen zu können. „Ein guter Gospelchor braucht eine ehrliche Gemeinschaft, Mut sowie möglichst umfassende musikalische Ausdrucksmöglichkeiten“, erklärt der Künstler.

Die Gospelmusik, so Rossol, komme ja aus dem Gottesdienst, wo traditionell ein musikalisches Frage-Anwort-Spiel praktiziert werde. „Aus diesem Grund kann auch jeder, der möchte, in einem Gospelchor mitsingen, wobei herausragende gesangliche Fähigkeiten gar nicht unbedingt erforderlich sind“, so Rossol. Das Menschliche sei allemal wichtiger als das Musikalische. Die Frage, wie groß ein Gospel-Chor eigentlich sein muss, kann der Musiker pauschal nicht beantworten. „Es kommt ja auch darauf an, was man singt und wo man es singt“, erklärt Rossol. Wenn herausragende Solisten zur Verfügung stünden, reichten auch wenige Sänger, findet der Chorleiter, aber richtig Spaß macht es ab 25 Personen. . Der Besuch von Darius Rossol soll nicht der letzte gewesen sein. „Wir möchten diese Veranstaltung einmal jährlich durchführen“, erklärte die Leiterin des Chores, Ulrike Kran. -  bot

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