Dank an Feuerwehr nach Brand: "Sie haben Arbeitsplätze gerettet!"

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Brand bei der Firma Novelis.

Lüdenscheid – Nach dem Brand der Firma Novelis an der Wiesenstraße übt Jens Holzrichter (FDP) Kritik - und bedankt sich bei der Feuerwehr.

Nach dem Brand bei der Firma Novelis an der Wiesenstraße forderte Peter Oettinghaus von der Alternative für Lüdenscheid (AfL), dass sich das Unternehmen aus dem Wohngebiet an der Wiesenstraße zurückziehen sollte (wir berichteten). 

Das kritisierte Jens Holzrichter (FDP) gegenüber unserer Zeitung nun scharf: „So ein Kommentar ist unverantwortlich.“ 

"Wurde mir ganz anders"

Zum einen gebe es nicht, wie Oettinghaus ausgeführt hatte, genug Gewerbegebiete, betont Holzrichter. „Als ich das gelesen habe, wurde mir schon ganz anders. Wäre das so, müsste die Stadt nicht nach Erweiterungsmöglichkeiten suchen. Von ,genug‘ kann nicht die Rede sein!“ 

Darüber hinaus handele es sich nicht um ein reines Wohngebiet, sagt Holzrichter weiter. „Natürlich sind dort Wohnbereiche, das ist nicht völlig unproblematisch, aber Novelis ist ein Traditionsunternehmen und dort seit Jahrzehnten angesiedelt. Sie haben sich nicht in ein Wohngebiet geschmuggelt.“ 

"Das Harmloseste, was passieren könnte"

Doch dass Oettinghaus im Namen der AfL den Rückzug des Unternehmens vom Standort an der Wiesenstraße fordere, sei das „Allerschlimmste“, führt Holzrichter aus. „Denn genau das ist die Gefahr!" Eine Verlagerung nach Plettenberg sei das „Harmloseste, was passieren könnte“. Nicht nur, dass viele Arbeitsplätze daran hingen, auch für die Stadt hätte ein Wegzug des Unternehmens negative Auswirkungen. 

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Als Beispiele führt Holzrichter unter anderem die Firma Dura in Plettenberg an. Für die Schließung des Standortes hatte Dura in 2018 einen Großbrand in 2017 mitverantwortlich gemacht – zahlreiche Menschen verloren ihren Arbeitsplatz. „Wenn die Bude hier abgebrannt wäre, hätte man sie nicht mehr aufgebaut – das ist jedenfalls meine Spekulation“, sagt Holzrichter. 

„Daher gilt mein Dank der Feuerwehr, dass wir uns mit einer solchen Situation nicht konfrontiert sehen müssen. Sie haben‘s geschafft, Arbeitsplätze zu retten.“

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