Damit Job attraktiver wird: Stadt zahlt allen Feuerwehrleuten höheres Gehalt

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Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sollen besser bezahlt werden.

Lüdenscheid - Die Verwaltung wurde am Montag über den gemeinsamen Antrag aller Ratsfraktionen beauftragt, allen hauptamtlichen Einsatzkräften der Feuerwehr Lüdenscheid im Zeitraum vom 1. März bis zum 31. Dezember 2019 eine freiwillige, befristete Leistungszulage in Höhe der Differenz zur nächsthöheren Besoldungsgruppe zu zahlen.

Damit soll der Personalmisere begegnet werden. 18 Planstellen sind nach Angaben der Verwaltung nicht besetzt. Die Zahl der Versetzungsanträge ist gestiegen, da die Dienste der Einsatzkräfte in anderen Städten besser vergütet werden

Die schnelle Verbesserung der Besoldung soll diese Entwicklung zunächst einmal stoppen, ist aber, wie alle Parteien betonten, nicht als langfristige Lösung gedacht. 

Denn das für den Sommer dieses Jahres zu erwartende Organisationsgutachten soll nach wie vor die Grundlage für die Anzahl der jeweils erforderlichen Stellen in der künftigen Struktur der hauptamtlichen Feuerwehr bilden.

Schon vorher erwarten die Parteien von der Verwaltung Prüfungsergebnisse und Begründungen: Sie sollen dem Rat bis zur nächsten Sitzung am 8. April vorgelegt werden. Denn der gemeinsame Antrag definiert Zielvorgaben:

die Anhebung beim Einstieg in den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst von der Besoldungsgruppe A 7 zur Besoldungsgruppe A 8,

die Möglichkeit einer früheren Beförderung in die nächsthöhere Besoldungsgruppe.

und die Einstufung von Notfallsanitätern in die Besoldungsgruppe A 9, für Ausbilder in die Besoldungsgruppe A 10.

Die Verwaltung soll eine Auflistung vorlegen, welche Stellen wann vakant beziehungsweise neu besetzt wurden und welches Ergebnis eine Ausschreibung zur Folge hatte. 

Eine Personalie stieß in der Ratssitzung auf ungeteilte Zustimmung: Martin Walter wird zum 26. März 2019 auf unbefristete Zeit zum Leiter der Freiwilligen Feuerwehr bestellt. Seine Amtszeit endet mit seinem Eintritt in den Ruhestand

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Kommentare

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Kommentare

EinerAntwort
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Dann wird eben bald nicht mehr gelöscht, gerettet etc. etc... Punkt!

Die unterste Lohngruppe im IG Metall Tarif ist

EG 1 = 2.440,50Eur das sind ungelernte Kräfte und einfache Tätigkeiten. Dazu kommt Akkord oder Leistungszulage und evtl. Schichtzulage.

Jeder Feuerwehrmann hat einen Beruf gelernt plus jeder Menge spezifisches Wissen für den Beruf als Feuerwehrmann. Selbst mit der Erhöhung werden es noch keine Großverdiener werden.

Wenn ich jetzt noch sehe, dass ich mir im Rathaus höchstens mal den Fingernagel einreißen, bei Einsätzen als Feuerwehrmann auch mal mein Leben verlieren kann, wird es langsam Zeit mal an der Entgeltschraube zu drehen.
Und das Lüdenscheid pleite ist soll der Feuerwehrmann ausbaden.
"Der reine Schwachsinn"

Ulrich BirothAntwort
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Tarifverträge und Beamte haben nun aber nicht wirklich was miteinander zu tun. Für Beamte gelten keine Tarifverträge.

Und nein, um die Ehrenamtlichen geht es dabei nicht.

Und damit Sie wissen, worüber Sie reden. A 7 fängt bei 2343,04 Euro Brutto an. Dazu kommen noch Schichtzulage und Dienst zu ungünstigen Zeiten.

Die reine WahrheitAntwort
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Hat aber jetzt nichts mit den willkürlichen Erhöhungen zu tun.
Vor allem Ehrenamtliche haben rein gar nichts davon.
Es gibt Tarifverträge und den Beamtenstatus.Punkt.Ende.Aus.
Wenn andere Städte mehr zahlen,weil sie gut wirtschaften,ist das io.
Aber Lüdenscheid ist pleite ......