Dachse zerstören zahlreiche Gärten

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Jagdaufseher Hubert Geppert erklärt einen Tatort, an dem Dachse einen Rasen verwüstet haben.

LÜDENSCHEID - Das „Garteln“ macht vielen Lüdenscheidern derzeit nur wenig Freude. Im wahrsten Sinne des Wortes verwandeln sich gepflegte Rasenflächen über Nacht in umgepflügte Ackerlandschaften.

Von Fabian Geiger

Spekulationen darüber, wer für die Verwüstungen verantwortlich ist, stellen viele Gartenbesitzer am Gartenzaun an.

Während die einen der Überzeugung sind, es sei der Marderhund, sehen andere im Waschbären den Übeltäter. Beide Einwanderer sind inzwischen längst auch in der Bergstadt heimisch, doch des Rätsels Lösung ist der einheimische Dachs. Anrufe genervter Bürger erhält Hubert Geppert gerade in den Herbstmonaten fast täglich. Bei einem Ortstermin in einem Siedlungsgarten am Vogelberg erklärt der bestätigte Jagdaufseher das Verhalten eines Dachses.

Fallobst und Engerlinge stehen als saisonale Delikatesse ganz oben auf der Speisekarte, sagte der Jagdaufseher. Um an die unter der Erde lebenden Leckerbissen zu kommen, gräbt er bevorzugt ältere Wiesen um, da diese einen längeren Wurzelstrang haben in dem sich Würmer und Larven wohlfühlen. Seit Jahren sind die nachtaktiven Waldbewohner wieder bei uns heimisch.

Als ausgesprochenes Dachsgebiet benennt Hubert Geppert den Bereich Gottmecke und Hunscheid. Sehr zum Leidwesen betroffener Gartenfreunde kann der langjährige Jagdaufseher, der in seinem Revier auch mit Polizeigewalt ausgestattet ist, in Sachen Dachsabwehr nur wenig Mut machen, da die Tiere stets feste Pfade benutzen. „Ich kann nur raten, Leute macht die Gärten dicht“ , so Geppert.

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