Nach Verhaftung eines Tatverdächtigen

Cybercrime-Einheit macht fette Beute in Lüdenscheider Garage

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In einer Garage im Hof eines Mehrfamilienhauses an der Schützenstraße hat die Polizei in der vergangenen Woche erhebliche Mengen flüssiger Chemikalien gefunden.

Nach der Festnahme eines Tatverdächtigen ist Beamten einer Kölner Cybercrime-Einheit in Lüdenscheid ein Schlag gegen organisierte Kriminalität gelungen.

Lüdenscheid – Erhebliche Mengen flüssiger Chemikalien hat die Polizei bei der Durchsuchung einer Garage an der Schützenstraße gefunden. Nach bestätigten Informationen handelt es sich bei dem Fund offenbar nicht um einen Zufallstreffer, sondern ist nach Auskunft der Kölner Staatsanwaltschaft das Ergebnis eines Ermittlungsverfahrens gegen einen Mann, der bereits vor zwei Wochen festgenommen worden ist und noch immer in Untersuchungshaft sitzt.

Informationen zum Alter oder seiner Herkunft gibt es nicht. Der Tatvorwurf lautet „unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge“, erklärt der zuständige Staatsanwalt Dr. Christoph Hebbecker.

Amtshilfe durch die Polizei MK

Bei der Durchsuchung am vergangenen Freitag in Lüdenscheid haben Zivilbeamte der hiesigen Polizei lediglich Amtshilfe geleistet. Die eigentlichen Ermittlungen hingegen werden von der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) in Köln geführt, einer Einheit von Polizisten und Staatsanwälten, die landesweit Fälle von Internetkriminalität mit erheblicher Tragweite übernimmt. Dazu zählen auch Drogendelikte, wenn die illegalen Betäubungsmittel im großen Stil über das Internet vertrieben werden.

Die Durchsuchung in Lüdenscheid sei nicht Teil einer überregionalen Aktion gewesen. Welche Stoffe in der Garage sichergestellt und von der Werksfeuerwehr Hexion aus Hemer in Fässern sowie Metallbehältern verpackt und abtransportiert wurden, dazu machte Staatsanwalt Dr. Hebbecker mit Verweis auf die laufenden Auswertungen keine Angaben.

Gefahr für Nachbarschaft wird geprüft

Unklar ist daher nicht nur, ob die gefundenen Chemikalien tatsächlich zur Herstellung oder Weiterverarbeitung von Betäubungsmitteln dienten, sondern auch, ob eine Gefährdung für die Nachbarschaft von den Stoffen ausging. Die Polizeiaktion wurde ohne nennenswerte Beachtung durch Anwohner durchgeführt. Die betroffene Garage befindet sich etwas abgeschieden im Hof eines Mehrfamilienhauses.

Mitarbeiter der Werksfeuerwehr Hexion aus Hemer haben die Stoffe in Fässer sowie Metallbehälter verpackt und abtransportiert.

Dass die Polizei erst rund zwei Wochen nach der Festnahme eines Tatverdächtigen die Garage ins Visier genommen hat, lässt sich möglicherweise damit erklären, dass diese nicht direkt zu einer Wohnung gehört, sondern nach Informationen der Redaktion separat vermietet wurde.

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