CVJM-Bühnenmäuse spielen Rekordsumme ein

4000 wollten den Leih-Opa sehen

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Mehr als 55 000 Euro erspielten die CVJM-Bühnenmäuse mit dem Stück "Der geliehene Opa".

Lüdenscheid – „So eine Theatergruppe ist wie ein Getriebe: Alle Zahnräder müssen ineinandergreifen.“ Mit diesen Worten nahm „Urgestein“ Robert Zapp stellvertretend für den CVJM-Weltdienst den Scheck über 55 691,59 Euro entgegen. Geld, das die Bühnenmäuse in der soeben abgelaufenen Spielzeit zusammengetragen haben. 

Das „Ineinandergreifen“ scheint in der zurückliegenden Theatersaison besonders gut funktioniert zu haben, angesichts der außergewöhnlich hohen Summe, die aus Ticket- und Häppchenverkäufen hervorgegangen ist.

46 700 Euro sind durch die Eintrittskarten eingenommen worden und 8991,59 Euro durch das Essensangebot in den Pausen der insgesamt 33 Aufführungen. Auch der Verkauf an Programmheften wurde im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 107 Exemplare getoppt. „Jetzt müssen wir schon darüber nachdenken, die Auflage zu erhöhen“, erklärte Spielleiter Frank Gerhardt in seinem Jahresrückblick.

Allerdings mahnte er auch: „Die Spendensumme darf nicht alleiniges Kriterium dafür sein, wie gut eine Saison gelaufen ist. Theaterspielen ist eine Leidenschaft und sollte uns allen in erster Linie Spaß machen. Der Stressfaktor darf daher nicht steigen, nur um das Spendenergebnis noch einmal zu überbieten.“

Der Spendenbetrag kommt jetzt dem CVJM-Weltdienst (YMCA) und damit hilfebedürftigen Menschen in Sierra Leone zugute. Christoph Weiland, Kontaktperson des CVJM Lüdenscheid nach Sierra Leone, dankte den Bühnenmäusen für das Engagement und die unglaubliche Leistung: „Dadurch können wir etwa 1500 Menschen eine Perspektive für ihr Leben geben.“

Man könne „maßgeblich“ zum Bau neuer Schulen beitragen, so wie es auch schon in der Vergangenheit der Fall gewesen sei, und allgemein umfangreiche Bildungsmöglichkeiten schaffen. Die Ausbildung in Berufen des Handwerks könne man weiter ausbauen und zeitgemäßer gestalten. „Wir können zum Beispiel neue Werkzeuge anschaffen“, betonte Weiland. Besonders im Fokus stehe aber auch, den jungen Menschen und Auszubildenden bei der Umsetzung unternehmerischer Ideen behilflich zu sein. Weiland: „Wir haben ein Bafög-ähnliches System etabliert. Wenn uns die angehenden Jungunternehmer einen Businessplan vorlegen, schießen wir ihnen ein Startkapital zu, das später anteilig wieder zurückgezahlt wird.“

Am 9. November hebt sich der Vorhang für das neue Stück der Bühnenmäuse „O Sole Mio“. Dann wird es spannend: Kann das Ergebnis aus 2019 getoppt werden? Die Zahlen sprechen für sich: Vor rund 4000 Zuschauern wurde „Der geliehene Opa“ in der letzten Saison aufgeführt.

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