CVJM-Bühnenmäuse helfen mit nahezu 50.000 Euro

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DIe Bühnenmäuse übergaben den Scheck an Christoph Weiland.

Lüdenscheid - Am Ende stand ein Erfolg wie noch nie zuvor: Knapp 50  000 Euro können die CVJM-Bühnenmäuse insgesamt nach Westafrika, speziell nach Sierra Leone überweisen, im letzten Jahr lag die Summe bei rund 35 000 Euro.

Es war die erste Saison unter einer neuen Leitung, und es war eine Spielzeit, die mit Widrigkeiten und Hindernissen begann. Reinhard Meyer gab die Leitung der CVJM-Bühnenmäuse in die Hand von Frank Gerhardt und die Regie für das neue Stück an Petra Schaller ab. Ein schwieriges Stück, das nicht auf ungeteilte Freude unter den Bühnenmäusen stieß. Für das man spontan drei Neulinge einbauen musste. Eine komplette Wohnwagenwand bei Lord Münsterland Caravan abholen musste.

Im Jugendheim an der Mathildenstraße feierten die CVJM-Bühnenmäuse ihren Erfolg. Frank Gerhardt ließ die Spielzeit Revue passieren und „seine Mäuse“ zunächst noch im Dunkeln tappen, was die Höhe der Summe anging. Doch schon das „Schnittchen-Team“ mit Hannelore und Robert Zapp trumpfte auf: „8622 Euro insgesamt“, konnten die beiden aus dem Verkauf der Häppchen verkünden. Damit sei für 250 Kinder in Kissi/Sierra Leone ein Jahr lang der Schulbesuch möglich.

Mehr als 3500 Gäste habe man in dieser Saison bespielt, wusste anschließend Frank Gerhardt zu berichten. 31 Aufführungen, 29 davon öffentlich, allesamt ausverkauft: „Die Leute haben uns die Karten aus den Händen gerissen. Wir hätten noch mehr Vorstellungen geben können, aber irgendwann muss mal Schluss sein. Wir sind auf der Bühne getragen worden von der Begeisterung des Publikums. Und dafür sind wir dankbar.“ Das in der Spielzeit zusammengetragene Geld wird für vier Projekte verwandt und beläuft sich auf insgesamt 49 640,14 Euro.

Einen symbolischen Scheck nahm Christoph Weiland stellvertretend für den CVJM Weltdienst in Empfang. Ein großes Projekt in Sierra Leone käme nun hinzu, so Weiland mit Blick auf die Ebola-Epidemie. Viele Familien seien ohne Ernährer, tausende Kinder traumatisiert oder zu Waisen geworden. Und die Angst ginge nach wie vor um in dem westafrikanischen Staat. Aber Weiland kam auch mit guten Nachrichten. Obwohl Ebola noch nicht ganz verschwunden sei, habe man das Berufsausbildungszentrum, das nachhaltig von den Bühnenmäusen unterstützt wird, inzwischen wieder öffnen können. Ab dem 1. September soll dort alles wieder seinen gewohnten Gang gehen.

Nach dem Stück ist vor dem nächsten. Und auf der vorsichtig geschätzten halben Million Euro, die die Bühnenmäuse seit Anbeginn ihrer Unterstützung für die Ärmsten der Armen überweisen konnten, wollen sich die Schauspieler nicht ausruhen. „Dreimal schwarzer Kater“ heißt das Stück, mit dem sie in die neue Spielzeit starten, wieder unter der Regie von Petra Schaller. Sie stellte in kurzen Worten das Stück vor, in dem Jürgen Pathun, Stefanie Pantack, Frank und Susanne Gerhardt, Gerd Heuel, Simone Meykranz, Jenny Morales, Laura Schulte und Andreas Schmale zu sehen sind. Einmal mehr handelt es sich um eine Komödie, diesmal aus der Feder von Heidi Mager, in der sich alles um die harmoniesüchtige Besitzerin einer Doppelhaushälfte dreht. Doch Ehemann und Nachbarschaft sind alles andere als harmonisch, und so entspinnt sich ein Eifersuchtsdrama in der Gartenzwergidylle.

Zu Beginn des Saison-Rückblicks erinnerte Gerhardt an Erna Schmale, die sich mehr als 25 Jahre für die Arbeit der Theaterbühne des CVJM Lüdenscheid-West stark gemacht hat und einen Tag nach der letzten Aufführung verstarb: „Sie wird immer einen Platz im Herzen der Bühnenmäuse behalten.“

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