Drama zwischen den Zwergen

Jürgen Pathun (links) und Frank Gerhardt in der Gartenzwergidylle.

Lüdenscheid - Der Große überragt alle anderen. Noch hat der meterhohe Gartenzwerg keinen Namen. „Aber das wird schon noch kommen“, so Frank Gerhardt, Chef der CVJM-Bühnenmäuse. Einmal mehr treten die Schauspieler an, eine satte fünfstellige Summe für ihr Hilfsprojekt in Sierra Leone zusammenzutragen. Der Titel des neuen Stücks: „Dreimal schwarzer Kater“.

Es geht um eine Nachbarschaftsidylle, in der zipfelbemützte Kameraden eine tragende Rolle spielen. Denn Sammlerfreund Reinhard Schobel ist zwar kein erklärter Freund seiner Schwester Doris, aber dafür von Gartenzwergen, was nun wieder seiner Angetrauten Claudia nicht passt. Aber die hat ohnehin nur einen wirklichen Liebling: Kater Schnurri. Dann gibt’s in der gepflegten Doppelhaushälfte samt Garten noch Nachbar Norbert mit Ehefrau Brigitte, die ihrerseits harmoniesüchtig Grillabende mit den Nachbarn liebt. Nach und nach bekommt die Gartenzwergidylle schäbige Risse. Und bis zum unvermeidlichen Happy End haben in der kommenden Spielzeit mehrere tausend Zuschauer wieder jede Menge zu lachen.

An die 30 Vorstellungen haben sich die Bühnenmäuse auf die Fahnen geschrieben. In einer ersten Probebesprechung wurden nun im CVJM-Heim an der Mathildenstraße die Eckdaten abgesteckt. Premiere ist am 6. November, ein Freitagabend, um 19.30 Uhr. Bis dahin bleibt jede Menge zu tun zwischen Bühnenaktion, Maske, Bühnenbild und Technik.

„Wir gehen mit dem Stück dieses Jahr auch wieder raus. Mit Hemer und Herscheid hab ich schon gesprochen“, freut sich Frank Gerhardt auf die kommende Saison. Gemeinsam mit Regisseurin Petra Schaller hat er seine Abende und Wochenenden einmal mehr damit verbracht, aus einem Stapel an Stücken das passende für die Bühnenmäuse herauszusuchen: „Das ist wirklich so. Wir beide arbeiten uns durch jede Menge Angebote und Vorlagen, bis wir ein Stück gefunden haben, von dem wir denken, dass das zu uns passt. Wir brauchten ja auch eins, das wir mit unseren drei männlichen Schauspielern besetzen konnten“, sagt der Theaterchef mit Blick auf den fortwährenden Männer-Mangel auf der Bühne und in der Technik. Zeit muss schließlich haben, wer bis in den nächsten Frühling mit den Mäusen auf der Bühne stehen will: „Ich vergleiche das immer mit einem Marathonläufer. Wenn ich sowas laufen will, muss ich auch dreimal die Woche trainieren.“ Petra Schaller überarbeitete den komödiantischen Dreiakter aus der Feder Heidi Magers, so dass das Stück einmal mehr vom Lokalkolorit leben wird. Und dann ging sie auf die Suche danach, welche Rolle am besten zu wem passt.

Gespielt wird in der ersten Hälfte der Spielzeit am 6., 7. und 8. November, am 13. und 14. 11., am 27., 28. und 29. 11., am 15., 16. und 17. Januar sowie am 22., 23. und 24. Januar, freitags und samstags ab 19.30 Uhr und sonntags ab 18 Uhr. Der Vorverkauf für die Eintrittskarten beginnt am 26. September im Reisebüro Wietis an der Freiherr-vom-Stein-Straße. Die Karten kosten 12 Euro. Frank Gerhardt: „Wir hoffen, dass der Vorverkauf diesmal wieder so gut läuft. In der letzten Spielzeit waren die Karten nach wenigen Tagen alle weg.“

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