Coronavirus: Vorsichtsmaßnahmen in allen Bussen - das plant die MVG

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Lüdenscheid - Die Angst in der Bevölkerung vor dem Coronavirus ist groß. Das zeigen Hamsterkäufe in Apotheken und Drogerien, in denen Desinfektionsmittel ausverkauft sind.

Die Stadt Lüdenscheid, als einer der größten Arbeitgeber und Ort, den viele Bürger aufsuchen, hat sich wie viele andere Einrichtungen vorbereitet, um die Verbreitung des Virus aufzuhalten. „Die Richtlinien des Märkischen Kreises als zuständige Behörde gelten auch für uns“, sagt Stadtsprecher Sven Prillwitz. So gelte intern die Hustenetikette (in den Ellenbogen husten und Abstand halten) einzuhalten, auf Händeschütteln zu verzichten und möglichst oft die Hände zu waschen. Zudem seien die Sanitärbereiche im Rathaus mit Desinfektionsmittel ausgestattet worden.

Die Schulen der Bergstadt wurden mit Papierhandtüchern beliefert, um genügend auf Vorrat zu haben. Zudem wurden zusätzliche Seifenspender bestellt, die im Falle eines Ausbruchs an Schulen und Kindertageseinrichtungen verteilt werden können. „Das ist eine Sicherheitsanschaffung, damit auch im Notfall genügend Seife vorhanden ist“, erklärt Prillwitz. Schulen und Kitas zu schließen, dafür sei jedoch der Kreis zuständig.

Auch die Schutzkleidung im Klinikum sei bisher noch vorrätig, wie Kliniksprecherin Corinna Schleifenbaum erklärt. Man könne jedoch nicht sagen, wie weit dieser Vorrat reiche, da ungewiss ist, wie groß der Ansturm von Patienten werde. Damit sind allerdings nicht ausschließlich bestätigte Coronafälle gemeint, sondern auch für Verdachtsfälle, die sich nicht bestätigen, werde die Schutzkleidung als Vorsichtsmaßnahme verwendet.

Die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) hat bereits mit dem Betriebsrat Kontakt aufgenommen und für Montag sei ein Abstimmungsgespräch angesetzt, um zu besprechen, welche Maßnahmen im Unternehmen beziehungsweise im öffentlichen Nahverkehr ergriffen werden sollen, teilt Jochen Sulies, Pressesprecher der MVG, mit. 2009, als die Schweinegrippe sich verbreitete, habe der Verband deutscher Verkehrsunternehmen Richtlinien zu Handlungsempfehlungen verteilt. Er geht davon aus, dass die Richtlinien für das Coronavirus ähnlich aussehen werden.

Uwe Beul, Einrichtungsleiter des Seniorenzentrums Johanniter-Haus am Hagedornskamp, erklärt: „Wir haben keine spezielle Vorsorge getroffen, da Infektionsausbrüche in Senioreneinrichtungen immer wieder vorkommen – gerade in der kalten Jahreszeit und eine Vorsorge somit generell immer nötig ist. Wir gehen jedes Jahr mit Infektionen sehr sensibel um.“ Die Einrichtung sei bisher gut mit dem nötigen Material wie Handschuhen oder Desinfektionsmitteln ausgestattet. Der Träger habe die Einrichtungen aber auch schon informiert, dass zusätzliche Käufe schwierig seien, da alles ausverkauft sei.

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