Coronavirus: Einzelhändler rüsten sich für die Öffnung am Montag

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Ab Montag dürfen Einzelhändler mit einer Verkaufsfläche bis zu 800 Quadratmetern unter Auflagen wieder öffnen. Dazu gehört auch das Modehaus Strodel & Jäger.

Lüdenscheid – Geschlossene Türen und Hinweisschilder in den Schaufenstern, dass diese Ladenlokale aufgrund der Corona-Pandemie derzeit geschlossen sind: Entlang der Wilhelmstraße sind derzeit nur wenige Geschäfte geöffnet – sie gehören zu den Grundversorgern. Das wird sich wohl ab Montag schlagartig ändern.

Denn dann dürfen alle Einzelhändler ihre Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis zu 800 Quadratmetern unter Auflagen wieder aufschließen – Optiker, Juweliere oder auch beispielsweise Telefonanbieter.

Einer der Einzelhändler ist Björn Jäger, Inhaber des traditionsreichen Modehauses Strodel & Jäger. „Wir haben knapp 500 Quadratmeter. Ich bin froh, dass wir wieder öffnen dürfen. Der Druck ist groß“, sagt Jäger.

Bevor er jedoch am Montag zum ersten Mal seit dem Lockdown die Türen seines Geschäfts wieder öffnen kann, gilt es, noch einiges vorzubereiten. „Da gibt es mehrere Aspekte zu bedenken, zunächst einmal natürlich die Hygienevorgaben“, sagt Jäger. Spuckschutz, drei Desinfektionsspender, Desinfektionsmittel und antibakterielle Seife sind bereits besorgt. Einen großen Schub Schutzmasken erwartet er für die kommende Woche.

Auch der „M & m Mobile Shop“ an der Knapper Straße wird startklar für Montag gemacht.

Direkt am Eingang werden seine Kunden die Gelegenheit erhalten, sich die Hände zu desinfizieren. Eine zweite Desinfektionsstation werde auf der Kundentoilette installiert, die dritte im Mitarbeiterbereich. Darüber hinaus müssen Handläufe und Türgriffe sowie stark frequentierten Bereiche alle zwei Stunden desinfiziert werden. „Dafür werden wir eine Arbeitsanweisung formulieren“, sagt Jäger.

Auch die Warenanordnung im Modehaus müsse noch umgestaltet werden, um neue Wege durch den Verkaufsraum zu schaffen. Entsprechende Bereiche werden abgeklebt.

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Dass es ab Montag in den Geschäften nicht zu voll wird, auch dafür sollen die Einzelhändler Sorge tragen. „Mein letzter Stand von heute Morgen ist, dass eine Person pro zehn Quadratmeter erlaubt ist“, sagt Jäger. Für sein Geschäft sieht er in der Umsetzung dieser Vorgabe aber kein Problem, schließlich sei sein Sortiment anders gelagert als beispielsweise in einem Drogeriemarkt.

Mitarbeiter des Ordnungsamtes werden ab Montag verstärkt darauf achten, dass nur Geschäfte mit weniger als 800 Quadratmetern Fläche geöffnet haben, dass die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen umgesetzt und Mindestabstände eingehalten werden, kündigt die Stadt vorsorglich an.

Und auch wenn nun am Montag die Auflagen gelockert werden: Björn Jäger geht davon aus, dass Händler und Kunden noch zwei bis drei Monate mit starken Einschränkungen leben müssen. Aber es gebe auch Positives in der schwierigen Zeit: „Was mich total gefreut hat in den letzten zwei Wochen, war, dass unsere treue Stammkundschaft uns die Stange gehalten hat“, erzählt Jäger, der für seine Kunden kurzfristig einen eigenen Lieferdienst eingerichtet hat. Dieses Angebot wolle er auch beibehalten, wenn er ab Montag die Türen seines Ladenlokals wieder aufschließt.

Coronavirus: Diese Geschäfte müssen noch geschlossen bleiben

Öffnen dürfen übrigens auch die Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche im Stern-Center. Größer sind Saturn, C&A sowie H&M. Geschlossen bleiben müssen außerhalb des Stern-Centers die Geschäfte Adler, TK-Maxx Sinn, New Yorker und Berlet. Ebenfalls nicht öffnen dürfen Dienstleister wie Friseure oder Kosmetikstudios.

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