DRK-Blutspende am Freitag in der Schützenhalle am Loh

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Der nächste DRK-Blutspendetermin findet am Freitag nicht im DRK-Heim an der Hochstraße statt, sondern in der Schützenhalle am Loh.

Lüdenscheid - Eigentlich sind die Blutspendetermine für das Lüdenscheider Deutsche Rote Kreuz Routineveranstaltungen. Die Abläufe im DRK-Heim an der Hochstraße sind nach all den Jahren bestens eingespielt, doch für den Blutspendetermin am Freitag hilft das nicht. Der Grund ist das Coronavirus und damit die Einschränkungen, die auch in Lüdenscheid bestehen.

Die Verantwortlichen der DRK-Blutspendedienst West aus Hagen und vom Lüdenscheider DRK haben in den vergangenen Tagen verschiedene Möglichkeiten durchgespielt, um den Ablauf der Blutspende an die aktuelle Lage anzupassen und dabei die Sicherheit der Spender zu gewährleisten. Schließlich nehmen in normalen Zeiten laut Gerd Tolksdorf, Geschäftsführer des Lüdenscheider DRK-Stadtverbands, erfahrungsgemäß rund 220 Spender die Termine an der Hochstraße wahr.

Erste Pläne, die verschiedenen Blutspendestationen im DRK-Heim auf weitere Gebäudeteile und auch auf die Garagen zu verteilen, wurden letztlich verworfen. Stattdessen zieht das DRK nun für den Spendetermin am Freitag in der Zeit 9 bis 19.30 Uhr in die Schützenhalle am Loh um.

Die Idee kam erstmals am Montagnachmittag auf.  Dienstagmittag trafen sich Christiane Lauing vom DRK Lüdenscheid und Sabine Gräfe-Schmidt, Referentin des DRK-Blutspendedienstes West, kurzfristig am Loh, um die Halle zu besichtigen und Einzelheiten vor Ort zu besprechen. „Lüdenscheid ist ein großer Termin für uns“, erzählt Gräfe-Schmidt, „da brauchen wir den Platz. Wir haben ja auch eine Fürsorgepflicht unseren Spendern gegenüber.“

Alle Informationen rund um das Coronavirus im MK gibt es hier.

Das Bewusstsein in der Bevölkerung und gerade bei Blutspendern um die eigene Sicherheit und die des Vordermanns sei hoch. Das habe Gräfe-Schmidt in den vergangenen Tagen bei anderen Blutspendeterminen beobachtet. „Wenn bisher zehn Leute vor ihrer Spende gewartet haben, brauchten wir bisher maximal fünf Meter Platz. Nun benötigen wir mindestens 20 Meter.“ Der Vorraum der Schützenhalle biete als Warteraum genügend Platz. Zudem werde ein getrennter Ein- und Ausgang eingerichtet, sodass es zu keinem Begegnungsverkehr kommen werde.

Für den eigentlichen Spendenvorgang für dieselbe Zahl an Betten ebenfalls eine größere Fläche gebraucht. „Wir werden alle Liegen als Einzelbetten hinstellen. Kuscheln mit dem Nachbarn ist nicht mehr drin“, sagt Gräfe-Schmidt. So haben die Spender auf den Liegen mindestens anderthalb bis zwei Meter Platz zum Nachbarn.

Auch nach dem Spenden wird der Ablauf am Freitag anders sein als gewohnt. Die Ruhezeit nach der Blutabnahme, die normalerweise zehn Minuten beträgt, wird um fünf bis zehn Minuten verlängert, denn den gewohnten Imbiss nach der Spende wird es nicht geben. „Getränke werden am Ruhebett gereicht. Es ist uns aber nicht mehr erlaubt, wie gewohnt das Büfett anzubieten, um dort keine Traubenbildung zu haben“, sagt Gräfe-Schmidt.

Stattdessen erhalten die Spender diesmal ein Lunchpaket zum Mitnehmen. Darum kümmern sich am Freitag laut Tolksdorf auch nicht die älteren DRK-Damen, die sich ansonsten den Service übernehmen, sondern zwei jüngere DRK-Kollegen von der Bereitschaft.

Was Spender derzeit zudem beachten sollten

  • eine Testung auf Covid-19 findet vor und nach der Blutspende nicht statt 
  • wer sich in den vergangenen vier Wochen im Ausland aufgehalten hat, darf kein Blut spenden 
  • Begleitpersonen, die kein Blut spenden, dürfen das Spendenlokal nicht betreten 
  • Kinder dürfen nicht mit zur Blutspende gebracht werden

Blutspende trotz Kontaktverbots

Seit dem 23. März besteht wegen der Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen ein weitreichendes Kontaktverbot, das Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen untersagt. Von diesem Verbot sind Veranstaltungen ausgenommen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge dienen. Das gilt insbesondere für Blutspendetermine, heißt es in der Mitteilung des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales.

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