Ab Mittwoch gilt die Notfallbetreuung in allen Schulen

Coronavirus: Wenige Kinder in den Schulen - so geht`s ab Mittwoch weiter

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Coronavirus: So gehen die Schulen in Lüdenscheid mit der Schließung um. (Symbolfoto)

Lüdenscheid - Unterricht findet an den Schulen in Lüdenscheid seit Montag nicht mehr statt. Geöffnet sind sie bis einschließlich Dienstag aber noch - wenige Schüler sind aktuell vor Ort, weil Eltern noch keine andere Betreuungsmöglichkeit für sie haben. So soll es für Schüler, Lehrer und Eltern weitergehen:

Die Klassenräume in Lüdenscheid sind weitestgehend leer, doch vereinzelt werden noch wenige Schüler in den Schulen betreut. "Wir haben heute nur ein Kind da", sagt Maren Schwarzelmüller, Konrektorin der Richard-Schirrmann-Realschule. In den Grundschulen sind es etwas mehr, aber auch dort "sind nur wenige gekommen", sagt etwa Peter Ostermann als Schulleiter der Adolf-Kolping-Grundschule. 

Noch bis einschließlich Dienstag gibt es an den Schulen ein Betreuungsangebot, ab Mittwoch werden alle Schulen geschlossen. In die ab dann geltende Notbetreuung aufgenommen werden nur noch Kinder, deren Eltern in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten - Berufe, die zwingend ausgeübt werden müssen. Dazu gehören unter anderem die Pflege, Polizei, Rettungsdienste und betriebsnotwendiges Personal in anderen Bereichen.

Notfallbetreuung in allen Schulen

Anbieten werden alle Schulen eine Notfallbetreuung. Eine zentrale Lösung wird es nicht geben, um die Gruppen möglichst klein zu halten. Immerhin dienen die Maßnahmen der Eindämmung der Coronavirus-Ausbreitung.

Ob Schüler die Notfallbetreuung wahrnehmen werden, ist an fast allen Schulen noch nicht absehbar. Zwei Kinder werden in den nächsten Wochen in der Freien Christlichen Grundschule betreut, Anfragen von Eltern an anderen Schulen laufen noch. 

Die Schulleitungen der weiterführenden Schulen waren für unsere Redaktion bislang nicht telefonisch erreichbar, weil sie sich noch in Konferenzen aufgrund der aktuellen Situation befinden. Betreut werden sollen in den Ausnahmesituationen Kinder der Klassen 1 bis 6.

Land NRW gibt die Kriterien vor

"Wir haben die Eltern informiert und halten uns an die Vorgaben des Landes", sagt Ostermann. Sichergestellt sei die Notfallbetreuung an allen Schulen, "Lehrer werden für die Betreuung eingesetzt, sofern Schüler bei uns sind, auf die diese Kriterien zutreffen". Anfragen habe es seitens einiger Eltern bereits gegeben, derzeit bereite man sich an den Schulen noch auf die Situation vor.

Den Schülern seien für die nächsten Wochen bereits erste Lernmaterialien mitgegeben worden, die sie zuhause erledigen sollen.  "Die Lehrer bereiten sie derzeit weiter vor und arbeiten dann im Home-Office weiter", sagt Ostermann. Teilweise würden an den Schulen Aufgaben per E-Mail verteilt, "viele Eltern haben bereits Lernmaterialien abgeholt", Schüler und Eltern könnten Rücksprache mit den Lehrern halten, manche Klassen kommunizieren etwa über Whats-App-Gruppen oder ähnliches.

"Geht nur um Gesundheit"

Die Theodor-Heuss-Realschule nutzt bereits seit längerem eine App, die Schüler erhalten Lernmaterialen und Hausaufgaben darüber, wie Schulleiterin Christiane Langs-Blöink sagt.

Sicher sei: "Der Lernstoff wird nachgeholt und später in den Schulen noch einmal aufgegriffen", sagt Ostermann. Langs-Blöink betont: "Natürlich geht es um Bildung und Schule - jetzt geht es aber nur um Gesundheit. Die Kinder werden natürlich mit Übungsmaterialien versorgt, das ist aber alles zweitrangig. Wichtig ist, dass nach den Coronaferien alle gesund wiederkommen."

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